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Mittwoch, 04. April 2012 (15:48 Uhr)


US-Verlage starten Flatrate für E-Paper

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Kurz nach dem Start der E-Book-Flatrate Skoobe in Deutschland starten US-Großverlage einen ähnlichen Versuch für elektronische Zeitschriften: Für 9,99 Dollar pro Monat können Tablet-Nutzer 27 verschiedene Magazine lesen. 

Bereits 2009 haben die US-Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith und Robert Murdochs News Corp. das Joint Venture „Next Issue“ ins Leben gerufen, um gemeinsam einen Online-Zeitungskiosk auf den Markt zu bringen. 

Die Ergebnis ihrer Zusammenarbeit haben sie jetzt präsentiert: Für 9,99 Dollar pro Monat können Nutzer 27 verschiedene monatliche und 14-tägliche Magazine der Verlagshäuser auf dem Tablet lesen; für 14,99 Dollar pro Monat außerdem fünf Wochentitel (hier das Gesamt-Angebot im Überblick).

Weitere Details:

  • Der Service steht aktuell nur für Android-Tablets (ab Version 3.0/Honeycomb) zur Verfügung. 
  • Eine iPad-Version ist laut „Next Issue“ noch in der Genehmigungsphase. 
  • Das Angebot können vorerst nur Nutzer aus den USA in Anspruch nehmen. 
  • Die digitalen Magazine sind für Tablets optimiert: Next Issue unterstützt Videos, Bildergalerien und interaktive Elemente. 
  • Statt die Flatrate in Anspruch zu nehmen, können die Nutzer auch Einzelausgaben der angebotenen Magazine kaufen. 
  • Die Abos sind – wie bei Skoobe – jederzeit kündbar, ansonsten werden sie monatlich automatisch verlängert. 
  • Wie die Einnahmen unter den Verlagen genau aufgeteilt werden, geben die beteiligten Verlage nicht im Detail bekannt. Laut „Wall Street Journal hängt die Vergütung von verschiedenen Faktoren ab, u.a. davon, welche Titel die Nutzer lesen. 
  • Werbeinnahmen speziell aus den Digital-Ausgaben werden vorerst nicht generiert: (Noch) werden nur die Anzeigen aus den Print-Magazinen in die Digital-Ausgaben übertragen, schreibt „Techcrunch

Schwachstellen: Es sei fraglich, ob Nutzer ein inhaltlich derart breit gefächertes Zeitschriften-Angebot zu einem Flatrate-Preis haben wollen, kritisiert „Meedia: „Die Zielgruppen von, sagen wir mal, Glamour und Popular Mechanics dürften nicht allzu deckungsgleich sein.“ Zudem weist die US-Werbefachzeitschrift AdAge darauf hin, dass Print-Kunden die Digital-Abos der angebotenen Magazine oft ohne Zusatzkosten dazu bekommen. 

Trotz der nicht ganz unberechtigten Kritik könnte „Next Issue“ (insbesondere nach Eintritt in den Apple-Markt) dem digitalen Zeitschriftenmarkt einen Wachstumsschub verschaffen. Und bei Erfolg und angemessener Kalkulation die Akzeptanz von Flatrate-Angeboten auf Verlagsseite erhöhen. 

Hier der Trailer von Next Issue: 



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