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Mittwoch, 12. Dezember 2012 (08:04 Uhr)


Trekstor-Chef Shimon Szmigiel über Perspektiven von E-Readern

„Wie ein guter Rothschild“

Eine Studie der von iSuppli zur Absatz-Entwicklung von  E-Readern (hier mehr) sorgt in der Branche für viel Wirbel. Die Technologie-Marktforscher bescheinigen den Lesegeräten eine nur kurze „Zeit an der Sonne“. Der Chef des deutschen Reader-Bauers Trekstor (Umsatz 2011: 31 Mio Euro) Shimon Szmigiel zeigt sich im Interview mit buchreport.de unbeeindruckt.   

Ist ein so rasanter Rückgang des E-Reader Absatzes auch in Deutschland zu erwarten? 

E-Reader werden sicher nicht aussterben, und wir rechnen auch nicht mit einem rasanten Rückgang des E-Reader-Marktes. Die Vorteile von E-Readern gegenüber Tablets sind für das Lesen gravierend. Vor allem ist es wesentlich angenehmer und leichter, auf digitalem Papier zu lesen, aber auch das geringere Gewicht der Geräte ist sehr komfortabel. Ein weiteres starkes Argument für E-Reader ist die sehr viel längere Akkulaufzeit. Bedenkt man gerade die Urlaubszeit, so reicht die Energie eines E-Readers mit Digital Ink oder E-Ink Display je nach Länge einer Reise für den gesamten Urlaub und ermöglicht auch bei Sonneneinstrahlung ein komfortables Lesevergnügen.

Mit E-Readern sprechen Sie vor allem die Vielleser an. Ist diese Zielgruppe groß genug, um Reader perspektivisch gewinnbringend vertreiben zu können?

Was ist groß genug? Nehmen Sie das Beispiel Rotwein: Für den einen muss es ein guter Rothschild sein, für den anderen nicht. Die Zielgruppe für den Rothschild ist sicher kleiner aber bietet dennoch Potenzial. So ist für uns auch das E-Reader-Geschäft sehr interessant, so dass wir es betreiben und positive Perspektiven sehen.

Aber auch die E-Reader in der Rothschild-Klasse werden immer günstiger – einige Konzerne verkaufen sie sogar mit Verlust. Wie können hochwertige Geräte am Markt bestehen?

Vor allem durch die Anbindung an einen bzw. den eigenen E-Book-Store, um so Geschäft über den Content zu generieren.

Ist technologisch noch Luft nach oben?

Luft nach oben ist sicherlich vorhanden, so werden die Geräte noch schneller und bedienerfreundlicher werden.

Ein Interview mit Georges Huberty, Director/Content Manager beim Reader-Hersteller Pocketbook ist im neuen buchreport.express 50/2012 zu lesen (ET: 13.12.2012, hier zu bestellen).



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