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Mittwoch, 13. Oktober 2010 (11:06 Uhr)


Amazon erfindet neues E-Book-Format

Mit Singles auf Autoren-Akquise

Weniger als 10.000 Worte, dann ist's ein Zeitschriftenartikel. Oder mehr als 50.000 Wörter, dann wird ein Buch daraus – mit dieser goldenen Verlags-Regel will Amazon brechen. Für das hauseigene Kindle-Programm ködert der Onliner gezielt Zwischenformate, die als „Singles“ vermarktet werden sollen.

„Ideen und die Wörter, mit denen diese transportiert werden sollen, sollten an ihrem natürlichen Umfang und nicht am künstlichen Marketing-Umfang, das einen bestimmten Preis oder Format rechtfertigt, ausgerichtet werden“, erklärt Russ Grandinetti, Vice President in der Abteilung für die Kindle-Inhalte-Akquise, in einer Pressemitteilung. Die „Amazon Singles“ sollen künftig als eigenes Genre im Kindle-Programm aufgeführt werden.

Zwar ruft Amazon in der Pressemitteilung auch Verlage dazu auf, sich am Singles-Programm zu beteiligen. Der Fokus scheint jedoch auf der direkten Autoren-Akquise zu liegen – was für den Onliner den Vorteil hat, Provisions-Verhandlungen mit den Verlagen zu umschiffen.

Für Amazon ist dies nicht der erste Versuch, auf kurze Texte zu setzen. 2005 legte das Unternehmen aus Seattle „Amazon Shorts“ auf, ein Programm, in dem Bestsellerautoren Kurzgeschichten veröffentlichen sollten. Im Juni 2010 wurden die „Shorts“ ad acta gelegt – möglicherweise bereits mit den „Singles“ im Fokus.  



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