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Dienstag, 30. Oktober 2012 (07:46 Uhr)


Eckart von Hirschhausen ist kein Fan von digitaler Lektüre

Was haben Sie gegen E-Books, Herr von Hirschhausen?

Das elektronische Buch ist weltweit auf dem Vormarsch. Im Interview erklärt der Arzt und Autor Eckart von Hirschhausen, warum er davon nicht begeistert ist.

Durch den Siegeszug des E-Books kann man heute auf dem E-Reader Dutzende Bücher mit auf Reisen nehmen, ohne sich einen Bruch zu heben. Toll, oder?

Klar kann man dadurch noch mehr Bücher in den Urlaub mitnehmen, aber ehrlich gesagt, löst das nicht mein Problem, es macht es schlimmer. Ich hatte noch nie zu wenig zu lesen dabei. Ich will ein Buch über mein Gesicht legen, wenn ich in der Sonne döse, keinen Prozessor. Und es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als im Urlaub ein gelesenes Buch von dem einen auf den anderen Stapel zu legen.

Haben Sie etwas gegen die moderne Technik?
Nein, gar nicht. Ich schreibe auch lieber auf einem Computer als auf einer Schreibmaschine. Und meine Arzt-Handschrift kann ich selber auch nicht lesen. Ich habe immer noch Liebesbriefe von früher, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die nächste Generation sich in einem alten Koffer einen USB-Stick  mit den schönsten SMS aufbewahrt.  Ein elektronischer Liebesbrief ist so überzeugend, wie jemandem ein Foto von einer Pizza zu mailen und zu sagen: Wenn du Hunger hast, kannst du sie dir ja ausdrucken.

Was kann das Papierbuch, was das elektronische Buch nicht kann?
Wenn ich das erste Mal bei jemandem zu Hause bin, schaue ich ins Bücherregal. Dann weiß ich, ob jemand alle Tassen im Schrank hat. Zu wissen, was jemand gelesen hat oder zumindest mal vorhatte zu lesen, gibt automatisch Anlass für die Konversation oder – im schlimmsten Fall – zur Flucht. Jemanden wie ein offenes Buch lesen zu können, erfordert offene Bücher. Und was die „digitale Demenz“ angeht: Von dem, was man online gelesen hat, merkt man sich viel weniger, denn unser Gedächtnis speichert nach Emotion und Kontext. Zu meinen Lieblingsbüchern weiß ich auch immer, wann und wie ich sie gelesen habe. Der immer gleiche Bildschirm und die Illusion, alles wieder überall abrufen zu können, macht das Leseerlebnis so flach wie die Monitore.

Wie sollen Buchmenschen denn Ihrer Meinung nach auf den Ansturm des Digitalen reagieren? 
Gelassen! Macht schöne Bücher, richtige haptische Leckerbissen, die werden immer jemanden finden, der sie „begreifen“ will. Mein Buch „Glück kommt selten allein…“ hatte zum Beispiel ein Daumenkino. Es macht bereits gute Laune, wenn man es das erste Mal in die Hand nimmt, durch Fotos, grafische Sonderseiten und sinnliche Lesezeichen. Wer seine Bücher mit Liebe macht, wird immer Menschen finden, die sie lieben. 

Die Fragen stellte David Wengenroth

Zur Person: Eckart von Hirschhausen

1967 geboren, studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus. Seit über 15 Jahren ist er als Komiker, Autor und Moderator in den Medien und auf allen großen Bühnen Deutschlands unterwegs. Im September ist bei Rowohlt sein neues Buch „Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist“ erschienen.

aus: buchreport.magazin 11/2012 (hier zu bestellen)



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