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Online
Dienstag, 21. Oktober 2008 (13:55 Uhr)


ACTA untersucht Online-Kaufverhalten

Erst lesen, dann kaufen

Für alle internetaffinen Unternehmer ist die „ACTA“-Online-Analyse des Allensbach-Instituts in jedem Jahr ein zentraler Wegweiser. In diesem Jahr haben die Demoskopen besonders das Verhältnis von Internet und stationärem Einzelhandel untersucht (hier die frei zugänglichen Daten):

  • Zwar werden im Netz in Deutschland derzeit nur rund 20 Mrd Euro umgesetzt, immer mehr Kaufentscheidungen würden jedoch online gefällt: Laut ACTA ziehen 98% der rund 40 Mio Internetnutzer in Deutschland das Netz regelmäßig für Produktrecherchen zu Rate.
  • Besonders das Mitmach-Web 2.0 spielt dabei eine große Rolle: 17 Mio Konsumenten achteten bei ihren Produktrecherchen auf Kommentare anderer Internetnutzer oder stöberten in Diskussionsforen.
  • Auch im Buchbereich ist das Internet bei der Kaufanbahnung zentral: Jeder zweite Internetnutzer mit ausgeprägtem Interesse für Bücher nutze u.a. die Bewertungen von Communities; seit 2004 ist der Anteil der Internet-Rechercheure um 46% gestiegen.
  • Doch während beispielsweise die Mehrzahl der Kosmetik-Fans oder Möbel-Suchenden nach der Netz-Recherche vorwiegend im Geschäft auf Shopping-Tour gingen, kauften 4 von 5 Internet-Rechercheure anschließend die Bücher auch per Mausklick ein – zum Leidwesen des stationären Buchhandels.

Hörbuch-Käuferschaft wächst um 39%

  • Auf die Frage, welche Kauf-Kanäle im Netz besonders boomen, verweisen die Allensbacher auf die Ausleihe von DVDs, für die eine Wachstumsrate von 27% angegeben wird, gefolgt von CDs (24%), Versicherungen (21%) und Unterhaltungselektronik (17%).
  • Bücher liegen im Mix der im Netz bsonders stark nachgefragten Produkte etwa in der Mitte: Die Wachstumsrate liegt bei 16%; doch bei keinem anderen Produkt ist die Online-Käuferschaft so groß wie bei Büchern: rund 18 Mio.
  • Die Nachfrage nach kostenpflichtigen Informationen und Datenbankrecherchen geht zurück, da kostenfreie Informationen im Internet den meisten Menschen offenbar genügen.
  • Demgegenüber liegen Musik und Filme zum Herunterladen weiterhin im Trend: Laut GfK haben deutsche Käufer seit Jahresanfang dafür rund 62 Mio Euro ausgegeben (plus 34%); der Kundenkreis habe um 6% auf 5,5 Mio Käufer zugelegt. Zum Vergleich: Die Zahl der Käufer von digitalen Hörbüchern sei von 2007 bis 2008 um 39% auf rund 600 000 gestiegen.

amazon.de ist der Gewinner des Jahres

Als ein großer Gewinner wird amazon.de in der Studie gekürt: Im direkten Vergleich zu ebay.de konnten die Münchner ihren Kundenkreis seit 2005 um 58% ausweiten, während die Ebay-Käuferschaft im gleichen Zeitraum nur um 21% gewachsen sei – noch habe Ebay jedoch mit 18 Mio Kunden einen Vorsprung von 5 Mio. Bei weltbild.de habe der Kundenzuwachs seit 2005 bei rund 53% gelegen, beim Tochterunternehmen buecher.de – wenn auch auf weitaus kleinerem Niveau – sogar bei 63%.



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