(Anzeige)

(Anzeige)
Online
Dienstag, 16. August 2011 (09:19 Uhr)


„Trade-In“: Amazon forciert Gebrauchtbuchgeschäft

Second Hand auf eigene Faust

Der Online-Primus Amazon will hierzulande selbst  beim Geschäft mit gebrauchten Büchern mitmischen. Nach dem Modell von Online-Ankaufservice-Firmen wie Momox können Leser jetzt auch bei Amazon selbst ihre Second-Hand-Lektüre gegen Gutscheine eintauschen.

Amazon startet am heutigen Dienstag, 16. August, den Service „Trade-In“, bei dem Kunden ihre gebrauchten Bücher einschicken und im Gegenzug dafür Amazon-Gutscheine erhalten (die nicht nur für Bücher gültig sind). Das Procedere:

  • Der Kunde informiert sich unter www.amazon.de/trade-in über den Tauschwert des jeweiligen Buches.
  • Stimmt der dem Preis zu, druckt er ein Versandetikett aus, mit dem er die Bücher kostenfrei einsenden kann.
  • Nach Erhalt wird der Zustand der Bücher geprüft und dem Kunden anschließend der vereinbarte Wert des Gutscheines automatisch auf das Gutscheinkonto des Kunden übertragen.
  • Voraussetzung: Das Buch muss unbeschädigt sein, weist nur wenige Gebrauchsspuren auf und enthält keine persönlichen Anmerkungen; andernfalls können Kunden sich entscheiden, ob die Bücher an sie zurückgeschickt werden sollen oder ob Amazon die Bücher für den Kunden entsorgen soll.
  • Der Eintausch-Preis für ein gebrauchtes Buch orientiert sich laut Amazon am Neupreis eines Buches sowie an der aktuellen Kundennachfrage.

Besonders für Tausende von Händlern, die auf dem Amazon Marketplace gebrauchte Bücher verkaufen, dürfte die Amazon-Offensive für wenig Begeisterung sorgen – das Feld hat der Münchner Onliner bislang Dritthändlern überlassen, die Amazon per Provision am Geschäft beteiligen.

Auch die etablierten Online-Ankaufservice-Unternehmen könnten durch das neue Amazon-Angebot ins Hintertreffen geraten. Momox setzt nach eigenen Angaben jährliche eine zweistellige Millionensumme um, allerdings beschränkt sich der Service nicht nur auf den Aufkauf von Büchern, sondern umfasst auch CDs, DVDs,Konsolenspiele, Handys und Tablet-PCs – darunter also auch margenstärkere Produkte.

Bleibt abzuwarten, ob Amazon nach dem deutschen Pilotversuch mit Büchern weitere Produktkategorien bei „Trade-In“ aufnimmt. In den USA können Kunden beim Trade-In-Programm auch Elektronikartikel (seit Mai 2011), Videospiele (seit März 2009) und DVDs (auch 2009) gegen Gutscheine eintauschen.



blog comments powered by Disqus


ImpressumSitemapAGB © 2014

CMS, Programmierung Design und Hosting: www.wecotec.de