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Freitag, 26. August 2011 (10:05 Uhr)


Studie zeigt Spezifika des deutschen E-Book-Marktes

Reader bleiben Exoten

USA plus drei Jahre gleich Deutschland, so lautet die Formel, mit der Entwicklungen auf dem digitalen Terrain in Deutschland gemeinhin extrapoliert werden. Auch wenn der E-Book-Markt hierzulande noch vergleichsweise jung ist, zeichnen sich erste Spezifika ab, wie sie eine ländervergleichende Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners dokumentiert.

Befragt wurden 250 „Early Adopter“ in Deutschland, Großbritannien und den USA – im Fokus stehen also Trends bei technikaffinen Nutzern, nicht repräsentative Aussagen für die Gesamtbevölkerungen. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Nutzung: Wenig verwunderlich lesen auch von Technikaffinen in Deutschland erst 15% der Befragten digital (USA: 49%, GB: 46%); während die US-E-Book-Leser fast die Hälfte ihres gesamten Bücherbudgets für elektronische Lesekost ausgeben, liegt der digitale Anteil der deutschen E-Leser bei nur 21%.
  • Bezugsquellen: Obwohl Amazon zum Zeitpunkt der Befragung in Deutschland noch nicht mit einem länderspezifischen Kindle-Programm gestartet war, gaben mehr als vier von fünf Befragten (82%) an, über Amazon E-Books schon zu beziehen oder künftig kaufen zu wollen; der Vergleichswert liegt in GB (67%) und den USA (71%) niedriger.
  • Hardware: Anders als in den USA, wo die speziellen E-Reader bei 46% der Befragten zum Einsatz kommen und Tablets (14%) eine untergeordnete Rolle spielen, dominiert bei deutschen E-Lesern die E-Lektüre am PC (36%), per Smartphone (28%) und per iPad und Co. (24%). Nur 12% der „Early Adopter“ gaben an, auf den Spezialgeräten zu lesen.
  • Genres: Während Belletristik und Sachbücher in allen drei Ländern hoch im Kurs liegen, fällt hierzulande das hohe Interesse an Fachbüchern/wissenschaftlicher Literatur im elektronischen Format ins Auge: 67% würden diese als E-Book lesen, in den USA nur 20%.
  • Pricing: Mit Blick auf die Frage nach dem „fairen Preis“ für ein normales E-Book (ohne zusätzliche Inhalte) zeigten sich die deutschen Befragten preissensibel: Das Mittel liegt bei 64% des Printpreises; in den USA wünschen sich die Befragten „nur“ einen Abschlag von 30%. Andererseits erklärten 87% der Deutschen, dass sie für E-Books mit zusätzlichen Inhalten auch mehr zu zahlen bereit wären als den Printpreis; in den USA liegt dieser Anteil nur bei 56%.
  • Besonders hoch im Kurs der deutschen „Enhanced“-Freunde: Übersetzungshilfen bei fremdsprachigen Büchern und integrierte Videos.

 

 



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