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Mittwoch, 29. August 2012 (12:25 Uhr)


USA: Amazon zieht Bilanz zur E-Book-Ausleihe

Der Kostenlos-Köder wirkt

Wer seine Bücher bekannt machen will, sollte sie kostenlos verleihen – so könnte der Rat der Amazon-Marketingstrategen an ihre Autoren lauten. Denn: Die Kindle-Bibliothek habe bereits zahlreichen Selfpublishing-Autoren zur Berühmtheit verholfen. 

Die Bilanz zum E-Book-Verleih von Amazon: 

  • Der Katalog exklusiver Kindle-E-Books beinhalte inzwischen mehr als 180.000 Titel.
  • Die E-Books seien innerhalb eines Jahres mehr als 100 Mio heruntergeladen, gekauft oder ausgeliehen worden. 
  • Fast alle Amazon-Autoren hätten ihre Kindle-Exklusivtitel für den kostenlosen Verleih an Prime-Kunden freigegeben. 

Hintergrund: „Prime“-Kunden können einen Kindle-Titel pro Monat kostenlos leihen und das geliehene E-Book so lange auf dem Gerät belassen, wie sie es wünschen. Sie zahlen 79 Dollar pro Jahr für eine schnellere Belieferung und den Zugriff auf eine digitale Filme- und TV-Show-Bibliothek. 

Wer E-Books kostenlos verleiht, steigert den Profit

Diese Bibliothek erfreue sich größter Beliebtheit, so Amazon. Ein Erfolg, von dem die Selfpublishing-Autoren des Kindle-Programms profitierten:

  • Im August hätten Autoren, die ihre Titel für den kostenlosen Verleih freigegeben haben, 77% mehr an Tantiemen erhalten – vergleichen mit den Erlösen in den drei Monaten, in denen sie nicht Teil des Programms waren. 
  • Würden die Einnahmen aus dem „KDP Select Fund“ hinzugerechnet, wäre der Erlös noch höher, so Amazon. Die Stiftung schüttet an Autoren, die ihre Titel exklusiv für den Kindle zum Verleih freigeben, Geld aus – die Höhe ist abhängig davon, wie oft ihre Inhalte heruntergeladen werden. 

Die Rechnung von Amazon: Ein kostenloses E-Book ist schnell heruntergeladen. Je mehr Kunden die Bücher herunterladen, umso mehr schreiben Rezensionen und umso höher rücken die Titel im Bestsellerranking der kostenlosen Kindle-Titel. Durch diese geballte Aufmerksamkeit verkaufen sich die Titel dann auch besser. 

Thriller-Autor verdient 50.000 Dollar in einem Monat

Dass das Konzept funktioniert, zeigen laut Amazon folgende Vorzeige-Beispiele: 

  • Seit Stephanie Bond ihre Titel im März 2012 für den kostenlosen Verleih freigegeben habe, seien ihre Verkaufserlöse um mehr als 2000% angestiegen. Die Präsentation der Kindle-Bibliothek habe ihren Büchern „eine Sichtbarkeit auf einem so hohen Level verliehen, wie ich es alleine nie hätte erreichen können“, wird Bond von Amazon zitiert. Sie bekäme jeden Tag E-Mails von Fans, die in der Kindle-Bibliothek auf eines ihrer Bücher aufmerksam wurden und inzwischen ihre gesamte Backlist gelesen hätten.
  • Auch der Autor Andrew E. Kaufmann, dessen Bücher von allen Titeln der Bibliothek am häufigsten ausgeliehen wurden, zeigt sich überzeugt: Der kostenlose Verleih seiner Titel habe ihm neue Türen geöffnet. 
  • Der Thriller-Autor Thomas Benigno schließlich habe allein im August über 50.000 Dollar über das Kindle-Programm verdient – Erlöse aus dem Verleih und Verkauf seiner E-Books zusammengerechnet. Ohne die Möglichkeit, seine Bücher kostenlos zu verleihen und dadurch Nummer 1 im Ranking der kostenlosen Kindle-Titel zu werden, wären seine Bücher wahrscheinlich nie zu Bestsellern im Ranking der meistverkauften Titel geworden, so Benigno. 


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