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Freitag, 19. November 2010 (10:49 Uhr)


Bitkom fordert mehr neue Medien in Schulen

Print und E-Book als Kombi

Internet und Schule sind noch keine komplett verlinkten Welten. Während die Schüler das Netz vielfältig nutzen, ist die Veranstaltung Schule nur sporadisch verlinkt, wie zwei aktuelle Studien zeigen.

Der regelmäßige Einsatz von Computer und Internet im Unterricht ist immer noch eine Ausnahme in deutschen Schulen. Das hat eine repräsentative Umfrage von Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom unter 500 Schülerinnen und Schülern ergeben:

  • Der PC kommt bei 43% aller Schüler im Unterricht entweder gar nicht oder seltener als einmal pro Woche zum Einsatz. Erst 15% aller Schüler nutzen den Computer täglich in der Schule.
  • Drei Viertel aller Schüler machen regelmäßig Hausaufgaben am PC.
  • 84% der Schüler wünschen sich, dass elektronische Medien verstärkt im Unterricht eingesetzt werden. 92% sagen, dass neue Medien Schulstunden interessanter machen und 79%, dass sie zum besseren Verständnis der Lehrinhalte beitragen.

Damit entferne sich die Schule von der Lebenswirklichkeit seiner Schüler: Schließlich nutzten 99% aller Jugendlichen nutzen das Internet, so Bitkom.

Dies wird im Wesentlichen von einer repräsentativen Umfrage von Elements of Art bestätigt:

  • 91% der Jugendlichen besuchen Internetseiten, die für die Schule hilfreich sind. Die Schule sei der vermutlich stärkste Treiber für das Internet.
  • Die 14- bis 19-Jährigen verbringen inzwischen mehr Zeit mit dem Internet (110 Minuten) als mit Fernsehen (107 Min.) und Hörfunk (106 Min.).
  • Die tägliche Internetnutzung daheim beginnt etwa ab der 7. oder 8. Klasse, wenn die Mehrheit einen eigenen internetfähigen PC im Zimmer hat.

Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer forderte: „Die Schulen müssen mit einem Ausbau des Informatikunterrichts reagieren. Die Einführung von Informatik als Pflichtfach ist längst überfällig.“ Momentan nehmen knapp zwei Drittel der Schüler am Informatikunterricht teil.

Der Hightech-Verband macht zudem Vorschläge, wie Politik und Schulträger den Einsatz von Computer und Internet im Unterricht forcieren sollten: „Schulbücher sollten durch E-Books ergänzt werden. Neben Texten und Bildern enthalten sie Filme sowie interaktive Lernprogramme und Tests. Zudem können sie jederzeit aktualisiert werden. Der modulare Aufbau digitaler Schulbücher ermöglicht es, unterschiedlichste Lerninhalte zu integrieren und damit Schüler individuell zu fördern.“



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