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Kommentar
Donnerstag, 16. Dezember 2010 (08:00 Uhr)


Daniel Lenz über den verschärften E-Book-Wettbewerb

Suchen und lesen

Mit dem Start des E-Book-Vertriebs bei Google und Amazons Ausweitung der Vertriebs- und Lesezone hat der digitale Buchmarkt eine neue Phase erreicht – vorerst nur in den USA, ab 2011 auch hierzlande. Vom verschärften Wettbewerb unter den Portalen profitieren fast alle Akteure. Mittelfristig könnte ausgerechnet der Pionier des Digitalen von den Konkurrenten überholt werden.

Auch wenn Google erst viele Monate später als ursprünglich angekündigt in den E-Vertrieb einsteigt und jetzt den jahrelangen Vorsprung von Amazon aufholen muss, hat der kalifornische Netzgigant bereits die digitalen Karten neu gemischt: Die Leser haben eine noch größere Wahl, woher sie ihren Lektürestoff beziehen. Die Verlage sind nicht mehr auf den ursprünglichen Monopolisten Amazon (noch vor einem Jahr mit einem Marktanteil in den USA von vermutlich weit über 80 Prozent) angewiesen, der sich durch seinen rigiden Kurs bei der Preissetzung von E-Books Feinde gemacht hat. Und für die Buchhändler wird es immer günstiger, die E-Shops der anderen bei sich einzubinden und eigene Erfahrungen mit digitalen Büchern zu sammeln.

Auf der Seite der Vertriebsportale hat Amazon durch den Wettbewerb mit
Apple (hat das Agency-Modell hoffähig gemacht) und Google (Vorbild für die Einbindung von Dritthändlern ins Vertriebsnetz) bereits große Schwächen des eigenen Geschäftsmodells ausgemerzt. Ein entscheidender Vorteil bleibt jedoch bei Google: Die Kindle-Mutter verfügt ebenso wenig wie Apple über eine Suchmaschine. Sollten in Zukunft immer mehr Nutzer per Websuche ihre Lektüre finden, könnte Google am Ende die Oberhand gewinnen.



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