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Bibliotheken
Freitag, 08. Februar 2013 (07:00 Uhr)


In England gibt es bald Bücher auf Rezept

Lesen gegen Depression

Wenn es darum geht, Bücher ins Gespräch zu bringen, kann die deutsche Buchbranche viel von den Engländern lernen. Doch die jüngste Initiative sorgt selbst auf der Insel eher für ungläubiges Staunen denn für Begeisterung: Ab Mai sollen Ärzte gegen leichte bis mittelschwere Fälle von Depression (auch) Bücher verschreiben können; mit dem Rezept geht der Patient zum Einlösen dann nicht in die Apotheke, sondern in die Stadtbücherei.

Ein früher Aprilscherz? Keineswegs. „Reading Well: Books on Prescription“ ist eine gemeinsame Aktion der bibliothekarischen Leseförderungsorganisation The Reading Agency und des Bibliotheksverbandes Society of Chief Librarians. Sie wird vom Gesundheitsministerium sowie führenden medizinischen Zusammenschlüssen wie den Royal Colleges of GPs, Nursing and Psychiatry unterstützt.

Die empfohlene Leseliste von rund 30 Titeln umfasst allerdings keine entspannende Unterhaltungsliteratur, sondern Fachbücher, die den Patienten und ihren Familien helfen sollen, mit ihrer Krankheit umzugehen.



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