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Verlage
Donnerstag, 11. Oktober 2012 (16:15 Uhr)


Libreka testet Verleih einzelner E-Books

„Verleih wird 50% des E-Book-Marktes ausmachen“

Die Börsenvereins-Wirtschaftstochter MVB hat mit dem Verleih einzelner E-Books gestartet. In einer ersten Testphase können Kunden rund 760 Titel über „Libreka“ ausleihen. Das Modell:

  • Der Kunde kann ein einzelnes E-Book für vier Wochen ausleihen. Eine Banderole auf dem Cover in Adobe Digital Editions zeigt an, wie lange der Titel noch gelesen werden kann. 
  • Der Mietpreis wird vom Verlag festgesetzt und im VLB hinterlegt. Während sich einige Verlage stark am Verkaufspreis orientieren, bietet beispielsweise der Stuttgarter Eugen Ulmer Verlag seine Titel für 25% des Verkaufspreises an. „Die Verlage müssen begreifen, dass sie das E-Book nicht verleihen können zu einem Preis, der mit dem Kaufpreis nahezu identisch ist“, kritisiert Matthias Ulmer die teilweise hohen Preisen. Für Verlage würden sich auch niedrigerer Preise lohnen, weil die Kosten sehr viel geringer seien. 
  • Die E-Books sind über Adobe DRM kopiergeschützt und können auf jedem Gerät gelesen werden, das Adobe DRM unterstützt. 

Libreka will, wie berichtet, auch ein Flatrate-Modell anbieten, bei dem der Kunde für eine Pauschale mehrere Titel pro Monat ausleihen kann. Dieses Modell habe die MVB aber erst einmal zurückgestellt, da noch viele Fragen offen seien, „die wir mit der Branche diskutieren müssen“, erläutert Michael Vogelbacher, Leiter Informationsdienste bei der MVB. 

Neben der MVB bieten auch PaperC und Skobe eigene Mietmodelle an, wenn auch für unterschiedliche Zielgruppen. 

„Ich gehe davon aus, dass die Mietmodelle den E-Book-Verkauf künftig zu einem großen Teil ablösen werden, der E-Book-Verleih wird mindestens 50% des Marktes ausmachen“, prophezeit Ulmer. Noch hätten viele Verlage den Verleih von E-Books nicht auf dem Schirm oder zögerten, ihre Titel auch für den Verleih anzubieten. Es werde in naher Zukunft einen Endkunden-Anbieter geben, der das Verleihmodell perfekt anbiete und den Markt alleine kontrollieren werde (neben speziellen Anbietern für institutionelle Kunden). „Wenn wir jetzt nichts tun und einfach nur abwarten, dann wird dieser Anbieter wahrscheinlich Amazon sein“, so Ulmer. Es sei deshalb dringend an der Zeit, dass sich Verlage bei konkurrierenden Verleihmodellen engagieren und den Markt aktiv mitgestalten.



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