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Samstag, 22. Oktober 2011 (10:00 Uhr)


Die Wochenschau von buchreport.de

Was geschah in KW 42?

AUFGEFALLEN – das Thema der Woche

Der Studie „E-Commerce im Bucheinzelhandel 2011“ zufolge setzen immer mehr unabhängige Buchhändler auf Online-Shops. Davon nehmen 83% die Shop-Angebote externer Dienstleister in Anspruch, die meisten (55%) die der Barsortimente (hier mehr...). Entsprechend sorgt in dieser Woche das neue E-Commerce-Paket der MVB für Verstimmung im Zwischenbuchhandel: „Dass die MVB und damit der Börsenverein als Konkurrent auftritt, ist nicht in Ordnung“, ärgert sich KNV-Einkaufsleiter Markus Fels. Der Stuttgarter Großhändler ist White-Label-Shopanbieter – genau wie Konkurrent Libri. Dessen Geschäftsführer Moritz Hagenmüller fordert nun den Rückzug der MVB: „Der Ausstieg der MVB aus diesen Geschäften bleibt unser Anliegen und wird früher oder später ohnehin betriebswirtschaftlich unumgänglich sein.“ (hier mehr...)


ANGEKLICKT – die wichtigsten News auf buchreport.de

eBuch lagert Wirtschaftsaktivitäten aus

Julian Barnes erhält Man Booker Prize 2011

Eichborn Verlag muss sich auf das Aus einstellen

Pubbles: Bilanz ein Jahr nach Start des digitalen Kiosks

Rahmenprogramm zur Buchmesse lockt 14.000 Besucher

Positive Bilanz für erste „Lit.Cologne Spezial“

Libri/Books on Demand kooperiert mit Ingram

Formate und Geräte versprechen neue Leseerfahrungen

Virenschleuderpreis 2012 startet mit erweitertem Konzept

Egmont vertreibt künftig „Kazé Manga“ im Buchhandel


AUSGETAUSCHT - das Interview der Woche

In diesem Jahr hat die Buchmesse neben dem klassischen Geschäft der Vermietung von Standflächen das eigene Angebot an Konferenzen ausgebaut. Im Interview erklärt der verantwortliche Messe-Manager Holger Volland, dass die Erwartungen an „The Frankfurt Academy“ schon im ersten Jahr übertroffen wurden. Dennoch bleiben für 2012 Baustellen (hier mehr...).


ZUGESPITZT– der Kommentar der Woche

Der stationäre Buchhandel, der lange Zeit als Gegenmodell zu Amazon fungierte, hat sich bei der Titelauswahl inzwischen dem Modell zu großen Teilen angepasst: Es wird verkauft, was sich verkauft. Das System des Buchwesens, das sich über Jahrhunderte auf ein Netz unterschiedlicher Buchhändler mit unterschiedlichen Ansichten, Geschmacksauffassungen, Meinungen und Biographien stützen konnte und somit ein höchst differenziertes Angebot in den Läden präsent hielt, stützt sich nun auf ein scheinbar objektiv errechnetes Titelangebot, das universell präsentiert wird.

Joachim Leser: Die Amazonisierung des Sortiments

 


GEZWITSCHERT – der Tweet der Woche 

Gallenbitter: In meiner kleinen Stadt gibt es drei Buchhandlungen und ca. 50 Haarschneider. Wie man sieht, haben die Einwohner mehr auf als im Kopf.

 


AUSGESCHWÄRMT – der Blick über den Tellerrand

 

Vor 16 Jahren hat sich die britische Buchbranche aus der Preisbindung verabschiedet. Jetzt mehren sich im unabhängigen Buchhandel auf der Insel die Stimmen, die eine Rückkehr zu festen Buchpreisen fordern. Losgetreten hat die zunehmend hitzig geführte Diskussion eher unfreiwillig der Buchhändlerverband mit seinem jüngsten Statement, dass der unabhängige Buchhandel in Großbritannien am Krückstock geht (hier mehr...). 


ANGEKLOPFT – der Aufsteiger der Woche 

 

„Paganinis Fluch“ (Bastei Lübbe) von Lars Kepler steigt auf Platz 52 der Belletristik Hardcover-Liste ein.


VORAUSGEBLICKT – die Termine des Monats

  • 26.10. AO Hauptversammlung LV Rheinland-Pfalz, Mainz
  • 27.-29.10. Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
  • 5.11. eBookCamp, Hamburg
  • 9.11. Fachausschuss-Sitzungen, Frankfurt/Main
  • 10.11. Branchen-Parlament, Frankfurt/Main
  • 10.11.-4.12. Karlsruher Bücherschau
  • 17./18.11. E:Publish Kongress für neues Publizieren, Berlin
  • 17.11.-11.12. Stuttgarter Buchwochen

 


  AUFGELESEN – was sonst noch geschah

In „Bild“ war ein besonders kryptischer Messereflex zu lesen. „Auf der Frankfurter Buchmesse: Menschen laufen von Stand A nach Stand B und umgekehrt. Dabei immer das gleiche Szenario: Die Frau rechts an der Seite, der Mann links in der Mitte. Und dann: Der Mann bleibt plötzlich stehen, und die nachdrängende Menge läuft auf. Kennen Sie aus dem Kaufhaus, vom U-Bahnsteig? Eben. Unkultiviertes Benehmen? Exakt. Die Sache ist die: Der Mann geht links, weil er einst die Frau zu beschützen und notfalls für sie zum Schwert zu greifen hatte – aus der Scheide, die naturgemäß links hing. Nur sind wir nicht mehr im Mittelalter, es werden auch keine Verbrecher mehr gevierteilt und ausgeweidet. Kann es sein, dass der zivilisatorische Fortschritt just an der Buchmesse vorbeigegangen ist?“ Meine Güte. Die lassen aber auch keine Gelegenheit aus, gegen die Linken zu stänkern.

 



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