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Wochenschau
Samstag, 23. Juli 2011 (09:31 Uhr)


Die Wochenschau von buchreport.de

Was geschah in KW 29?

AUFGEFALLEN – das Thema der Woche

Kein weißer Ritter hat sich zur Rettung der zweitgrößte Buchkette der USA gezeigt, jetzt steht die Geschäftsauflösung und Zerschlagung von Borders bevor (hier und hier mehr zum Thema). Schon die unmittelbaren Konsequenzen der Liquidation erschüttern die Branche: Borders-Chef Mike Edwards geht zwar davon aus, dass die Ansprüche der Gläubiger – hauptsächlich Verlage – durch die Einnahmen aus der Liquidation abgegolten werden können. Doch das ist schon die einzig gute Nachricht: 10.700 Borders-Mitarbeiter verlieren ihren Job. Verlage verlieren wichtige Marketing- und Präsentationsflächen – insbesondere der ohnehin schwächelnde Taschenbuchmarkt wird zu leiden haben. Buchhändler haben Sorge, dass Verlage ihnen wegen der wirtschaftlichen Folgen weniger Rabatt anbieten können. Durch die Liquidation wird im Einzelhandel insgesamt eine Fläche von 585.000 qm frei und das zu einem Zeitpunkt, an dem Immobilien-Branche ohnehin mit Leerständen und stagnierenden Mieten zu kämpfen hat. Ein düsterer Wendepunkt für die Branche, der aber auch eine Sonnenseite hat: Die American Booksellers Association zeigt sich optimistisch, dass die unabhängigen Buchläden jetzt an Stärke gewinnen (hier mehr).


ANGEKLICKT – die wichtigsten News auf buchreport.de

Digitale Hoffnungsträger: Gemischte Bilanz von Weltbild/DBH
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Kreative Kampfansage: Bertelsmann will mit neuem Logo wachsen
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Klasse statt Masse: Meldefrist für „Kölner Betriebsvergleich“ läuft ab
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Gebündelt im Koffer: dtv und DAV vereinbaren Vertriebskooperation
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Zaubern in der Wolke: J. K. Rowling kooperiert mit Google Books
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Aufgeschoben: Nächste Konferenz zum Google Settlement im September
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USA: Reader's Digest Association stellt sich zum Verkauf
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AUSGETAUSCHT– das Interview der Woche

Wird Libreka bald auf eigenen Füßen stehen oder braucht die Plattform größeren Investitionsspielraum, um in andere Bereiche zu expandieren und in neue Technologien zu investieren? Im Interview mit buchreport.de bezieht MVB-Geschäftsführer Roland Schild Stellung zum geforderten Verkauf von Libreka und zur Kritik am „kostenlosen“ Konvertierungsangebot, wie sie zuletzt vom Unsichtbar-Verleger Andreas Köglowitz geäußert wurde.  weiter...


ZUGESPITZT – der Kommentar der Woche 

Angesichts des stagnierenden Buchgeschäfts holen sich Filialisten mit großen Flächen Partner ins Haus. Dabei scheint der Bezug zum Kernprodukt Buch allmählich an Bedeutung zu verlieren. Ob das Warenhausprinzip auf Dauer zur Profilschärfung beiträgt, ist fraglich.

Till Spielmann über Angebotserweiterungen im Buchhandel


AUSGESCHWÄRMT – der Blick über den Tellerrand

Dem Klischee nach ist die Schweiz eine Insel der Seligen. Wie hart aber die Wellen der weltwirtschaftlichen Realitäten an deren Strände branden können, erfahren derzeit Buchverlage und Zwischenbuchhandel in den Kantonen: Die Schwäche der europäischen Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem Schweizer Franken lässt Umsätze und Gewinne abstürzen.  weiter...


ANGEKLOPFT – der Aufsteiger der Woche

Der BBC-Reporter Rob Broomby ist „Der Mann, der ins KZ einbrach“; das Ehrenwirth-Buch klopft auf Platz 59 der Hardcover-Bestseller an.


VORAUSGEBLICKT – die Termine des Monats

  • bis 9.9. Umbreit Kalender- und Nonbook-Ausstellung, Bietigheim-Bissingen
  • bis 31.10. Könemann-Kalenderausstellung, Hagen
  • 25.9. Azubi-Schifffahrt 2011 in NRW
  • 10.11. 9. Branchen-Parlament, Frankfurt/Main
  • 11./12.10. Jahrestagung der Intern. Buchwissenschaftl. Gesellschaft, Mainz
  • 17./18.11. E:Publish Kongress für neues Publizieren, Berlin


AUFGELESEN – was sonst noch geschah

Seit er mit Borussia Dortmund Deutscher Meister geworden ist, gehört Jürgen Klopp zu Deutschlands gefragtesten Werbe-Testimonials. Eine unverhofft frohe Kunde für Hörbuchverlage ist deshalb, dass sich der Meistermacher zu seiner Vorliebe für Hörbücher bekannt hat. In „Bild“ verriet Klopp, abends im Bett höre er Audiobooks: „Ich ziehe mir Krimis übers iPhone rein und kann dabei wunderbar einpennen.“ Wie bitte? Na ja, bei kostenloser Werbung darf man halt nicht allzu wählerisch sein.



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