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Wochenschau
Samstag, 02. Juli 2011 (10:06 Uhr)


Die Wochenschau von buchreport.de

Was geschah in KW 26?

AUFGEFALLEN – das Thema der Woche

Seit John Locke unter die Kindle-Millionäre gegangen ist und Joane K. Rowling ihren Romanhelden auf eigene Faust auf die digitale Reise schickt, gewinnt die Selfpublishing-Debatte an Zündstoff: „Der Gatekeeper ist tot“, bewertet Hans-Joachim Jauch, Geschäftsführer beim Oldenbourg Industrieverlag, die Rolle der Verlage (zum Interview). Autoren brauchen nach wie vor Verlage, um viel Geld zu verdienen, hält US-Berater Mike Shatzkin dagegen: „Wir sollten uns daran erinnern, dass wir immer noch in einer Welt leben, in der die meisten Bücher gedruckt und im Handel verkauft werden.“ Laut Shatzkins Berechnung könnte Locke über einen Verlag viel mehr verdienen als auf eigene Faust (zum Kommentar). Auch sei nur eine separate Zielgruppe an Billig-Büchern interessiert, eine andere schätze sorgfältig lektorierte Bücher und sei bereit für diese entsprechend zu zahlen. Dennoch: Der Preis reicht als Argument oft aus, um mehr zu verkaufen. So viel mehr, dass der Deckungsbeitrag trotz Billigpreis steigt, meint Readbox-Geschäftsführer Ralf Biesemeier (zum Interview).


ANGEKLICKT – die wichtigsten News auf buchreport.de

Amazon: Online-Händler plant neues Kundencenter in Berlin
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Buzz reloaded: Google+ soll Facebook Konkurrenz machen
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Studie: 12% der US-Amerikaner besitzen einen E-Reader
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Najafi legt vor: Private-Equity-Firma bietet 435 Mio Dollar für Borders
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Preisbindungskampagne: „buch aktuell“ und eBuch gestalten Plakate
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Wachstumskurs: Gute Prognose zum E-Commerce in Deutschland 2011
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Verbindlich: VLB wird allgemein gültige Referenzdatenbank für Preise
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AUSGETAUSCHT– das Interview der Woche

Ergeben sich durch Google+ neue wirtschaftlich relevante Möglichkeiten oder wird das US-Unternehmen dem mächtigen Facebook-Konkurrenten unterliegen? Welche Bereiche jetzt ins Blickfeld der Branche rücken sollte, erläutert Social-Media-Expertin Julia von dem Knesebeck im Interview.  weiter...


ZUGESPITZT – der Kommentar der Woche 

Die Erfahrungen des erfolgreichsten mir bekannten Selfpublishing-Autors zeigen deutlich, wenn auch von ihm unbeabsichtigt: Autoren, die wirklich Geld machen wollen, sind mit einem Verlag besser dran. Wenn es Kunden gibt, die nur billige Büchern kaufen, dann gibt es auch solche, die stattdessen lieber aus dem Fundus professionell begutachteter Bücher schöpfen. Wir sollten uns daran erinnern, dass wir immer noch in einer Welt leben, in der die meisten Bücher gedruckt und im Handel verkauft werden. Das gilt außerhalb der USA noch mehr als hierzulande. Selfpublishing ist brauchbarer als noch vor einem Jahrzehnt oder gar drei Jahren. Aber es gibt immer noch ein Leben im alten Modell. 

Mike Shatzkin zum Thema Selfpublishing


AUSGESCHWÄRMT – der Blick über den Tellerrand

Im letzten Jahr haben die Buchhändler in Österreich deutlich besser abgeschnitten als ihre Kollegen in Deutschland. Seit Anfang des Jahres haben aber auch die Buchhändler in der Alpenrepublik mit starken Einbrüchen zu kämpfen. weiter...


GEZWITSCHERT– der Tweet der Woche

JoachimGraf: Google ruiniert die deutsche Internet-Wirtschaft. Oder was kostet die Arbeitszeit von tausenden von Experten, die zur Zeit Google+ spielen?


ANGEKLOPFT – der Aufsteiger der Woche

Um die Entstehung des menschlichen Bewusstseins geht es in „Selbst ist der Mensch“ (Siedler) von Antonio Damasio, noch auf Platz 51 der SPIEGEL-Bestseller.


VORAUSGEBLICKT – die Termine des Monats

  • 3.–5.7. Bücherbörse Rhein-Ruhr, Oberhausen
  • 4.7. Expertentagung Medienrecht, Akademie des Deutschen Buchhandels
  • 5.7. Gründerrunde für Verlage, München
  • 9.7. Jahrestreffen der Jungen Verlagsmenschen, München
  • 10./11.7. Bücherbörse Ostwestfalen, Bad Salzuflen
  • 16.7.–31.10. Könemann-Kalenderausstellung, Hagen
  • 19.7. Konferenz Verlag 3.0, Akademie des Deutschen Buchhandels


AUFGELESEN – was sonst noch geschah

Sehr hübsch schreibt Reinhard Mohr in der „Literarischen Welt“ über „Sehnsucht nach Leben“ (Adeo) von Margot Käßmann: „,Sehnsucht‘ avanciert hier zum Leitbegriff, der auch die Kapitel des Buches strukturiert: ,Sehnsucht nach Leben‘, ,Sehnsucht nach Stille‘, ,Sehnsucht nach Heimat‘, ,Sehnsucht nach Frieden‘, nach Kraft, Geborgenheit, Gott, Liebe und Trost, nicht zuletzt auch die ,Sehnsucht nach einem Engel‘. Während der Lektüre (...) mag sich der Leser freilich fragen, warum die Sehnsucht nach Urlaub ebenso wenig vorkommt wie die nach Ruhe vom Nachbarn im vierten Stock.“ Nur Geduld! Angesichts des Bestsellererfolges wird es bestimmt eine Fortsetzung geben.



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