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Verlage
Montag, 20. September 2010 (13:57 Uhr)


Langenscheidt verkauft US-Straßenkartografie-Tochter

Karten vom Tisch

Die Verlagsgruppe Langenscheidt setzt ihre Schlankheitskur fort: Neben dem Verkauf der Thüringer Verlagsauslieferung und dem drastischen Personalabbau in der Münchner Zentrale trennt sich Langenscheidt von der US-Tochter American Map Corporation.

Käufer ist die Universal Map Group, die Marken und Produkte national weiter entwickeln soll.

Im Interview mit buchreport hat Verleger Andreas Langenscheidt die jüngsten personellen und strukturellen Umbaumaßnahmen wiefolgt beschrieben:

Ausmaß der Umstrukturierung:
„Wir wollen noch effizienter werden, und dazu gehört auch eine schlankere Führungsstruktur, weshalb wir in den letzten Monaten mit vielen Mitarbeitern über künftige Aufgaben gesprochen haben und auch noch sprechen.“

Zu den geplanten „Business-Units“:
„Unser Unternehmen war viele Jahrzehnte redaktionsgetrieben, was auch richtig war. Wir werden an dieser Kompetenz auch nichts ändern, wir werden aber verstärkt und mit noch höherer Geschwindigkeit am Markt agieren. Die neue Struktur soll uns wendiger machen und jedem Bereich die Möglichkeit geben – soweit richtig und erforderlich –, völlig eigenständig zu agieren. Um Produkte für den Lehrwerksbereich zu entwickeln – um nur ein Beispiel zu nennen –, müssen andere Konzepte entwickelt werden als für den eher belletristischen Bereich Entertainment. Hierfür brauchen wir unterschiedlich qualifizierte Mitarbeiter, die auch für völlig unterschiedliche Zielgruppen denken müssen. Das fängt bei der Produktausstattung an und geht beim Vertrieb weiter. Unser Portfolio, aber auch unsere Marktchancen sind breiter und heterogener geworden.“

Zu den Auswirkungen der Digitalisierung:
„Nach wie vor generieren wir rund 80% unseres Umsatzes mit physischen Produkten. Wir ha­ben in den vergangenen Jahren umfangreiche In­­vestitionen in die Digitalisierung unserer Produkte getätigt. Der Schritt zu einer medienneutralen Datenhaltung war und ist ein wichtiger Schritt gewesen, der es uns heute ermöglicht, Produkte für ganz unterschiedliche Medien an­zu­bieten, ob nun als Buch oder als Apps für iPhone und Co. Wir haben mit dem eigenen Verlagssegment Entertainment ein weiteres Wachstumsfeld erschlossen und in diesem Jahr zusätzlich den Bereich Kinder- und Jugendbuch verstärkt. Wir sind aber überzeugt, dass gerade im Bereich Sprachen ein noch nicht ausreichend genutztes Marktpotenzial steckt, das wir jetzt in der neuen Struktur strategisch verstärkt angehen wollen.“

Das komplette Interview ist im neuen buchreport.express 37/2010 zu lesen



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