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Buchhandel
Freitag, 25. März 2011 (13:03 Uhr)


Der buchreport-Praxistipp: Fit für den E-Book-Markt

Warum stehen Buchhändler bei E-Books nicht auf verlorenem Posten, Herr Queißer?

Wo schlummert verstecktes Potenzial im Bücherregal, wie begegnen Verleger den Herausforderungen der Digitalisierung, warum lohnt sich der Blick über den Tellerrand?

Mögliche Lösungsansätze für alte und neue Herausforderungen im Buchhandel liefern Unternehmensberater und Branchenprofis ab sofort in der neuen Rubrik „buchreport-Praxistipp“. Den Anfang macht der Buchhändler Manfred Queißer (Foto) zum Thema: „E-Books im Buchhandel“.

Warum stehen Buchhändler bei E-Books nicht auf verlorenem Posten?

Die Gründe für den Besuch einer Buchhandlung und den Kauf von „richtigen“ Büchern gelten auch für E-Books:

  1. Die Kunden wollen Beratung über Inhalte, sie sind von der Vielfalt des Angebotes überfordert und suchen Sicherheit bei „ihrem“ Buchhändler.
  2. Mehrwert für den Kunden erzeugen: Das Werk eines Autoren gibt es in verschiedenen Erscheinungsformen: als Buch, als Hörbuch, als E-Book, auch hier ist Beratung gefordert.
    Beispiel: Ein E-Book kann auch zum Hörbuch werden. Es spricht dann nicht Rufus Beck, sondern eine digital erzeugte Stimme beim Navigationsgerät – zum Fachbuchhören beim Autofahren eine gute Alternative. Oft gibt es beim Fachbuch kein Hörbuch, aber ein E-Book.
  3. Empfehlung für Kunden, denen Großdruck nicht mehr reicht: E-Books eignen sich auch für Menschen, die nur noch ganz große Buchstaben lesen können. 
  4. Mit dem Kunden den „richtigen“ E-Book-Reader finden: Welcher Reader ist für welche Zwecke am besten geeignet, E-Book Reader verkaufen oder vermieten – Buchhändler schaffen Orientierung und bieten für jeden Kunden die passende Lösung.
  5. Bei vergriffener Regionalliteratur als E-Book Verleger auftreten, auf Wunsch Print on Demand. Dieses Modell ist auch als Verleger für „Hobbyautoren“ geeignet.

Mehr zum Thema erfahren Sie am 4. April 2011 im Seminar „Fit für den E-Book-Markt“ im Landesverband Niedersachsen-Bremen des Börsenvereins in Hannover.

Über Manfred Queißer
Nach seiner Ausbildung zum Buchhändler im Jahr 1964 leitete Manfred Queißer eine medizinische Fachbuchhandlung in Homburg/Saar, anschließend eine theologische Fachbuchhandlung in Saarbrücken. 1978 gründete er einen Regionalverlag, ein Jahr später übernahm er zwei Buchhandlungen in Dillingen und Lebach. Seit 1991 berät er zudem Buchhändler in EDV-Fragen.


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Robert Stöppel aus Weilheim

Freitag, 25-03-11 13:28

Sorry - ich kann das mit der Beratung nicht mehr hören. Keine Buchhandlung kann nur vom "Beraten" und den darauf verkauften Büchern bzw. E-Books leben. Wir brauchen die Stapelbücher und Massendownloads um genau diese Beratung zu finanzieren.

 
 

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