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Jagd auf den Kindle eröffnet

Online
Dienstag, 03. November 2009 (11:11 Uhr)


Bücher sind stärkste App-Store-Kategorie

Jagd auf den Kindle eröffnet

Während Amazon darauf hofft, dass der Kindle auch jenseits der USA den elektronischen Funken überspringen lässt, setzt Apple auf dem Markt für elektronische Bücher seinerseits starke Akzente. Nach einer aktuellen Studie haben digitale Bücher den bisherigen Spitzenreiter im App-Store von iTunes überholt.

Nach einer Erhebung des Technologie-Dienstleisters Flurry ist die Zahl der neu erschienenen Bücher-Anwendungen im iTunes-Shop für iPhone-Anwendungen im September erstmals an den Spielen vorbeigezogen – von August 2008 bis August 2009 seien ununterbrochen Spiele die bei App-Anwendern begehrteste Kategorie gewesen. Eine von fünf neuen Anwendungen sei im Oktober schon ein Buch gewesen.

Auf Nutzerseite bleiben jedoch die Spiele unangefochten hoch im Kurs. Im deutschen iTunes-App-Store liegt bei den kostenpflichtigen Programmen das erste Buch, ein Wörterbuch, erst auf Platz 33 der Bestsellerliste.

Laut Flurry ist im August 1% der US-Bevölkerung im Besitz mindestens eines iPhone-Buchs gewesen. Vor diesem Hintergrund werde Apple voraussichtlich besonders Amazons Kindle-Programm weitere Marktanteile abjagen, ähnlich wie der Nintendo DS im Spielebereich habe Federn lassen müssen.

flurry.com

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Jürgen Jung aus Lahnau-Waldgirmes

Donnerstag, 05-11-09 18:16

Erkennbar setzt Apple selbst im Moment noch nicht auf den E-Book-Markt.

Aus der Tatsache, dass jetzt die Anzahl der E-Book-Apps die der Spiele übersteigt, lässt sich dies nicht herleiten.

Denn jedes E-Book und jede E-Book-Leseprobe wird als je eine App angeboten und als solche in der Statistik gezählt.

Mit der in der iPhone OS 3.0 hinzugekommenen Möglichkeit des In-App-Purchase ist es jetzt möglich, in eine "E-Book-App" Einkaufsmöglichkeiten für weitere zu integrieren. Dadurch wird auch die Vermüllung des iPhone-Schreibtisches durch unzählige E-Book-Apps verhindert.

Anfangs hatte Apple die In-App-Purchase-Möglichkeit an die Bedingung geknüpft, dass die In-App-Purchase-App selbst kostenpflichtig sein musste. Diese Bedingung stellt Apple jetzt nicht mehr. Dadurch ist es möglich, aus einer mit Leseproben versehenen App die entsprechenden Vollversionen der Bücher und Zeitschriften zu verkaufen.

Die starken E-Book-Aktivitäten von Barnes & Noble, Amazon und Google könnten allerdings auch ein Indiz dafür sein, dass Apple im Frühjahr nächsten Jahres mit seinem Slate und iTunes neue Akzente auf dem E-Book-Markt setzen wird.

 
 

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