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Kommentar
Donnerstag, 24. März 2011 (10:00 Uhr)


Rainer Uebelhöde über den Börsenverein und Google

Kampf und Konsens

Das Scheitern des Google Settlements ist nicht nur ein Sieg für das Urheberrecht, sondern auch ein Sieg für den Börsenverein zur passenden Stunde: Die gute Nachricht übertönt kritische Stimmen, die zuletzt in Leipzig wieder lauter wurden.

Im Kontext der Digitalisierung treiben die wirtschaftlichen Aktivitäten der Tochter MVB mit der E-Commerce-Plattform Libreka die Geduld großer Branchenplayer näher an die Bruchgrenze. Zugleich muss der Verband konstatieren, dass die laut betrommelte E-Book-Studie bei vielen Mitgliedern mehr Fragen auslöst, als Antworten liefert. Da kommen die good News aus New York gerade recht.

Dass Denny Chin dem Goliath Google die rote Karte gezeigt hat, kann sich der Börsenverein stolz an seine Fahne heften. Die Befriedigung wird umso tiefer gehen, weil die Frankfurter Verbandsstrategen von Teilen der Publikumspresse als chancenlose Zwerge belächelt wurden, als sie den Stein in die Schleuder legten. Es hat sich gezeigt, was sich in Allianzen mit der Politik und weiteren Verbündeten wie den europäischen Verlegerverbänden erreichen lässt.

Für seine Lobbyarbeit hat der Verband, der wie die ganze Branche unter hohem Veränderungsdruck steht, die Bestnote verdient und eine Leistung erbracht, die von allen Mitgliedern beklatscht wird. Dass die Wahrung und die Verteidigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Kernaufgaben des Verbandes sind, ist Konsens. Über alle anderen Aktivitäten – vor allem über die wirtschaftlichen, mit denen die MVB Mitgliedern ins Gehege kommt – wird in Zukunft noch schärfer diskutiert werden.



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