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Kommentar
Mittwoch, 02. Juni 2010 (10:12 Uhr)


David Wengenroth über den Buchhandelssommer 2010

Hoffnung im Regal

Auch wenn 2010 nicht einmal zur Hälfte vorbei ist, dürfte feststehen, dass es nicht als einfaches Jahr in die Annalen des Buchhandels eingehen wird. Das Frühjahrsgeschäft war weithin ein Fehlstart und der Blick auf den kommenden Sommer lässt befürchten, dass das Sortiment ohne schwungvollen Auftakt in die entscheidende zweite Jahreshälfte starten muss. Neben den oft beschriebenen strukturellen und den wiederkehrenden saisonalen Problemen treibt ein Sonderfaktor Sorgenfalten auf Sortimenterstirnen: Die Fußball-WM in Südafrika verheißt nach den Erfahrungen mit dem „Sommermärchen“ 2006 und der Europameisterschaft 2008 für den Buchhandel nichts Gutes.

Doch bei aller Unsicherheit leuchten über den kommenden Wochen und Monaten auch einige Hoffnungsschimmer:

  • Die WM im fernen Südafrika wird hierzulande längst nicht so tiefe Spuren hinterlassen wie 2006 das Großereignis im eigenen Land.
  • Nachdem der Buchhandel im Frühjahr weitgehend ohne massenträchtige Zugpferde auskommen musste, geht jetzt etwa der neue Titel von Stephenie Meyer an den Start.
  • Auch die zahlreichen Neuerscheinungen von Bestsellergaranten aus dem Spannungsfach wird den Sortimentern in den kommenden Monaten vielleicht nicht ausnahmslos Reißer, aber gut verkäufliche Bücher in die Regale bringen.

Kampagnen mit großflächiger Medien- oder sogar Citylights-Präsenz, die in einigen Verlagsvorschauen angekündigt werden, lassen die Hoffnung zu, dass in den Verlagen das Gebot der Stunde verstanden worden ist – und der Buchhandel in den kommenden Monaten mit Unterstützung rechnen kann.

aus buchreport.express 22/2010



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