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Donnerstag, 13. September 2012 (11:46 Uhr)


Bertelsmann soll internationaler und digitaler werden

Auf Wachstum getrimmt

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe (Foto: Bertelsmann) hat seine Führungskräfte auf Wachstum eingeschworen: Der Medienkonzern müsse internationaler und digitaler werden, sagte Rabe laut dpa am Mittwoch in Gütersloh vor 500 Managern. Bertelsmann leide unter einem geringen organischen Wachstum.

Aus seiner Sicht gibt es dafür drei Gründe:

  • Der Konzern sei zu sehr auf Europa konzentriert. 80% des Umsatzes werde in Europa erwirtschaftet. Bereits auf der Bilanzpressekonferenz im März hatte Rabe die Expansion in Wachstumsregionen – insbesondere China, Indien und Brasilien – ins Auge gefasst. Auch die Position von Bertelsmann in den USA soll weiter ausgebaut werden, laut Bertelsmann der „nach wie vor größte und innovativste Medienmarkt weltweit“. 
  • Bertelsmann fokussiere sich auch zu sehr auf traditionelle Medien und müsse die digitale Transformation der Kerngeschäfte vorantreiben. Das E-Book-Geschäft soll ausgebaut werden. Auch Video-on-Demand-Angebote und die digitale Werbevermarktung rücken in den Fokus. Im Internet sei die Mediennutzung stärker als je zuvor – Bertelsmann müsse „sicherstellen, ein Stück von diesem Kuchen zu bekommen“, zitiert die „Financial Times“ den Bertelsmann-CEO. Neben der Digitalisierung und der Entwicklung der Weltwirtschaft bezeichnete Rabe auch den Bereich „Bildung“ als „Megatrend“. 
  • Zudem seien manche Geschäftsbereiche des Konzerns strukturell schrumpfend. Der Umsatz des Konzerns ist seit 2006 von damals 19,3 Mrd Euro auf zuletzt 15,3 Mrd Euro (2011) gesunken (hier mehr).

„Bertelsmann wächst heute zu langsam“, so Rabe. „ Wir wollen das Tempo erhöhen, die Digitalisierung offensiver vorantreiben und uns stärker den schneller wachsenden Regionen zuwenden.“ 

Zu den Berichten über eine Neuordnung der Eigentumsverhältnisse, äußerte sich Rabe offenbar nicht. Das „Manager Magazin“ hatte berichtet, dass die Buchsparte Random House möglicherweise mit dem Verlagsriesen Penguin Books zusammengelegt werden soll. Auch Harper Collins sei eine Option (hier mehr).

Auch ein Börsengang sei kein Thema gewesen, hieß es. Rabe habe betont, es gehe ihm um Wachstum, aber nicht um eine kurzfristige Strategie. Der Konzern müsse dennoch vorbereitet sein, zu investieren. Die erforderlichen Mittel sollen aus dem laufenden Geschäft sowie einem Mix aus Fremd- und Eigenkapitalaufnahme kommen. Auch größere Akquisitionen und strategische Partnerschaften seien geplant. 

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