Buchhandel
Donnerstag, 29. Januar 2015 (11:00 Uhr)


Sortimenter laufen Sturm gegen den harten Kopierschutz

„Der harte Kopierschutz ist ein Knietritt für den Handel“

Kippt der harte Kopierschutz von Ebooks? Nach dem Appell von Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller (Osiander) an die Verlage, den Bremsklotz möglichst schnell aus dem Digitalgeschäft zu entfernen, stößt sein Bruder Michael Riethmüller (RavensBuch), Mitgründer der bundesweit agierenden „Buylocal“-Initiative, ins gleiche Horn und geht noch einen Schritt weiter.

„Der harte Kopierschutz ist ein Knietritt für den Handel, der Amazon und Apple begünstigt. Wir nehmen jetzt die Verlage bei den Beratungskosten und Reklamationen in die Pflicht und hoffen auf möglichst breite Unterstützung im stationären Sortiment“, trommelt der Buchhändler für eine breit angelegte Aktion.

Maßnahmen, die RavensBuch in die Wege geleitet hat:

  • Beratungsgebühr von Verlagen: Von den Holtzbrinck-Töchtern S. Fischer und Kiepenheuer & Witsch werden Gutschriften verlangt. „Wir haben immer wieder Ärger mit dem von Ihnen verwendeten Kopierschutz, der letztendlich ein fulminantes Kundenbindungsprogramm für Amazon ist und eine Kampfansage an das unabhängige Sortiment. Wir werden die dadurch entstehenden Kosten an Sie weitergeben und fordern Sie dringend auf, zeitnah diesen Kopierschutz abzuschaffen“, heißt es in dem Anschreiben.
  • Appell an die Kollegen: „Wir fordern den ganzen Buchhandel dazu auf, so zu verfahren wie wir. Wenn die Verlage nicht endlich aus ihrer Schlafmützigkeit erwachen, dann frage ich mich wirklich, welche Interessen sie verfolgen. Wenn es ihnen wirklich darum geht, den inhabergeführten Buchhandel zu unterstützen, müssen sie dringend ihre Politik ändern“, klopft Michael Riethmüller auf den Busch. 

Mehr zum Thema lesen Sie im aktuellen buchreport.express 5/2015 (hier zu bestellen).



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