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Dienstag, 21. Januar 2014 (07:35 Uhr)


Für welche Weltbild-Digital-Aktivitäten sich Lübbe interessiert

„E“ ja, Reader nein

Lübbe hat das eigene Interesse an Teilen des Weltbild-Konzerns konkretisiert. Demnach haben die Kölner ein Auge auf den E-Commerce des Unternehmens geworfen. Aufs Tolino-Parkett will sich der Verlag nicht wagen.

In der „Süddeutschen Zeitung“ (Ausgabe vom 21.1.2014) Bastei-Lübbe-Chef Thomas Schierack, er könne sich vorstellen, aus der Weltbild-Insolvenzmasse Buecher.de und Weltbild.de zu übernehmen. 

Die Ausweitung der eigenen E-Commerce-Aktivitäten würde in die Strategie von Lübbe passen. So haben die Kölner schon vor zwei Jahren angekündigt, gemeinsam mit Arvato einen Shop für die eigenen Digitalprodukte, darunter die Serien, aufbauen zu wollen. Geplanter – und inzwischen verstrichener – Starttermin: 1. Quartal 2013. E-Commerce-Erfahrungen sammelt Lübbe dagegen bereits mit im „Siebten Himmel“. Der hauseigene Shop-Showroom im Belgischen Viertel in Köln (hier mehr) verfügt neben dem Laden über einen Internet-Shop, den Lübbe mit Libri betreibt.

Lübbe würde den Kauf der Weltbild-E-Commerce-Aktivitäten allerdings, wie Schierack in der „Süddeutschen Zeitung“ erklärt, nicht alleine stemmen, sondern mit einem Partner. Der Verlagsmanager betonte außerdem, dass der Erhalt des kompletten Medienkonzerns – den Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz möglichst en bloc verkaufen will – ihm am liebsten wäre. „Vielleicht haben wir ja Glück, und es findet sich ein Finanzinvestor.“

Mit Blick auf Weltbilds Tolino-Engagement winkt Schierack ab: „Es ist schon unheimlich schwierig, auf dem deutschen Markt gegen einen Konkurrenten anzutreten, der weltweit aktiv ist“.  Amazon werde weiter entwickelte Kindles auf den Markt bringen, und dann müsse Tolino mit neuen Geräten nachziehen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert außerdem ausführlich aus der insgesamt 10-seitigen Berichterstattung von buchreport zum Thema Weltbild (im buchreport.express 3/2014hier zu bestellen), darunter aus dem Kommentar von Thomas Wilking zum „Ende des Billigbuchs“ und zu den möglichen Auswirkungen der Weltbild-Pleite auf die DBH, die Weltbild zusammen mit Hugendubel betreibt.

Schierack glaubt nicht daran, dass die DBH in die Pleite gezogen wird und verweist auf die Kreditversicherer, die in den vergangenen zwei Monaten im Fall Weltbild ihre Versicherungssummen halbiert hätten, „bei der DBH gibt es so etwas bis heute nicht“.



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