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Buchhandel
Donnerstag, 24. Januar 2013 (08:10 Uhr)


Douglas-Vorstandschef Henning Kreke im Interview

„Wir haben radikal umgesteuert“

Henning Kreke (Foto) ist seit 2001 Chef von Douglas. Der Einzelhandelskonzern leidet unter den Verlusten der Buchsparte Thalia, hat mit dem Investor Advent einen neuen Mehrheitsgesellschafter und muss sich nicht nur bei Thalia mit den Veränderungen im Einkaufsverhalten auseinandersetzen. Dies und der Wettbewerb mit Amazon steht im Zentrum des buchreport-Interviews:

Das Weihnachtsgeschäft ist bei Ihnen wie im gesamten Einzelhandel unter den Erwartungen geblieben. Muss jetzt eine neue Bescheidenheit im Einzelhandel walten?

Nein. Aber wir müssen uns auf eine anhaltende Verschiebung vom rein stationären zum Multichannel-Kaufverhalten einstellen – 60% der Kunden kaufen inzwischen auch online ein. Ich gehe davon aus, dass der Anteil weiter wachsen wird, ebenso wie der Anteil der Online-Umsätze am gesamten Einzelhandelsumsatz. Experten rechnen damit, dass sich der heutige Anteil von etwa 10% bis 2020 verdoppeln wird. Die Kunden kaufen weiter ein – es ändert sich nur, wo sie einkaufen. Wir sind hier gut aufgestellt und haben das Onlinegeschäft bereits frühzeitig für uns erkannt. Somit bieten wir unseren Kunden ein attraktives Angebot, egal ob sie nun online oder stationär einkaufen.

Wenn der Kunde online Geld ausgibt, kauft er aber meistens bei Amazon ein.

Für gewisse Produktgruppen mag das stimmen. Die meisten Luxusprodukte und auch viele Produkte mit einem Hauch von Luxus findet der Kunde aber dort nicht. Das gilt insbesondere für Depot-Kosmetik und teilweise auch für Schmuck und Uhren. Aber Ihre Feststellung ist zutreffend, wenn wir von Büchern sprechen Gleichwohl sind wir mit thalia.de durchaus wettbewerbsfähig; rund 15% der Umsätze von Thalia werden bereits jetzt im Internet erwirtschaftet und wir haben attraktive Wachstumsraten zu verzeichnen.

Haben Sie die Konkurrenz der reinen Onlinehändler unterschätzt?

Die Bedeutung des Internets wächst für alle Handelsunternehmen rasant. Viele Händler haben sich diesem neuen Trend nicht schnell genug geöffnet; da nehme ich die Douglas-Gruppe nicht aus. Auch wir hätten an der einen oder anderen Stelle früher reagieren sollen. Das haben wir mittlerweile erkannt und bereits im vergangenen Jahr radikal umgesteuert.

Die Kundenfrequenz in den Geschäften ist 2012 rückläufig gewesen. Müssen die Geschäfte attraktiver werden?

Innenstädte und Einkaufszentren müssen sich dem Wettbewerb des Internets stellen. Wir müssen Kunden gewinnen, egal ob online oder im stationären Handel. Hier sind wir durch unsere Multichannel-Angebote gut positioniert.

Wie sieht das Zauberwort Multichannel in der Praxis aus?

Wie viele andere Handelsunternehmen sind auch wir so aufgestellt, dass wir ein stationäres sowie ein Onlinegeschäft haben, welche historisch gut gewachsen sind. Jetzt gilt es, diese beiden Geschäftsbereiche so zu verzahnen, dass es uns am Ende egal ist, ob der Kunde online oder offline einkauft. Hauptsache, er kauft bei uns. Der reine Online-Händler hat den Nachteil, dass er das Paket zustellen muss – und der Kunde, wenn er zum Lieferzeitpunkt nicht zu Hause ist, mit der Benachrichtigung in der Hand irgendwo in der Stadt seine Bestellung abholen muss. Hier sind gut aufgestellte Multichannel-Händler im Vorteil, denn dort kann der Kunde die Ware im Internet bestellen und selbst entscheiden, ob er die Bestellung nach Hause geliefert bekommen möchte. Alternativ kann er die Ware in einer Filiale abholen und dies mit einem Stadtbummel oder anderen Besorgungen verbinden.

Amazon beliefert die Kunden in Großstädten am gleichen Tag. Thalia testet dies seit dem Weihnachtsgeschäft. Geht die Reise dorthin?

Für einige Kunden sicherlich. Da hier aber zusätzliche Gebühren anfallen, gehe ich derzeit nicht davon aus, dass die breite Masse ein solches Angebot in Anspruch nehmen wird. Weniger internetaffinen Kunden bieten wir mit unseren über 290 attraktiven und modernen Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein breites Sortiment und eine kompetente Beratung an.

Sie legen sich nicht mehr fest, bis wann die Sanierung von Thalia abgeschlossen sein muss. Sollte die Restrukturierung länger dauern als erwartet – hat Advent den langen Atem?

Ja. Advent ist bekannt als Investor mit einem langen Atem und das war uns bei der Auswahl des Partners auch sehr wichtig. Natürlich haben sowohl Advent als auch die Familie Kreke den Wunsch und das Ziel, die Neuausrichtung von Thalia so schnell wie möglich zu realisieren. Wir möchten dem Thalia-Team aber auch die nötige Zeit geben, die eingeleiteten Maßnahmen umzusetzen, denn das haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient.

Die Fragen stellte Daniel Lenz.



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