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Buchhandel
Donnerstag, 03. Januar 2013 (07:46 Uhr)


Studie: Zahl britischer Buchhandlungen seit 2005 halbiert

Kehraus an der High Street

Rückläufige Ausgaben der Verbraucher, die wachsende Konkurrenz der Supermärkte und der Höhenflug der Online-Händler – dieses Gemisch an Faktoren hat nach einer aktuellen Studie dazu geführt, dass die Zahl der Buchhandlungen in Großbritannien seit 2005 um mehr als die Hälfte eingebrochen ist. Ob der Krisen-Trend anhält, ist auf der Insel umstritten. 

Nach Angaben der Statistiker von Experian (zitiert im „Telegraph“) gibt es aktuell 1878 Buchhandlungen in Großbritannien. Vor sieben Jahren seien rund 4000 verzeichnet worden. Experian berücksichtigt auf Bücher spezialisierte Einzelhändler in den Innenstädten und Shopping-Centern, darunter auch die Filialen von Waterstones; Supermärkte mit Buch-Sortiment werden nicht verzeichnet. Der Schließungs-Trend sei im vergangenen Jahr verschärft worden: Fast 400 Buchhandlungen hätten 2012 dicht gemacht, sieben Mal mehr als 2011. 

Diese Aussage von Experian wird jedoch von Tim Godfray, Chef des Buchhändlerverbands ABA, angezweifelt. Die Situation sei zwar weiterhin schwierig für die Sortimenter, doch nach eigenen Analysen sei die Zahl der Schließungen in den vergangenen zwei Jahren rückläufig. Godfray: „Wir sehen keine Ende des Buchhandels.“ Nehme man E-Books und gedruckte Bücher in Betracht, wachse der Markt, und das sei eine gute Nachricht für die Branche.

Der „Telegraph“ verweist in einem Artikel über die Experian-Analyse auf eine weitere Studie von Mintel, nach der die britischen Verbraucher 2012 rund 320 Mio Euro für E-Books ausgegeben hätten, fast doppelt so viel wie 2011; die Ausgaben für gedruckte Bücher seien dagegen um 6% gesunken. Die Hälfte der Verbraucher kaufe die meisten Bücher online, nur ein Drittel in den Läden.



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