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Buchhandel
Mittwoch, 10. Oktober 2012 (13:53 Uhr)


Thalia setzt bei Sanierung besonders auf Non-Book-Sortimente

Von Tech bis Teddy

Thalia baut in den kommenden Monaten die Non-Book-Sortimente massiv aus, bis hin zu Reisen und Computern. Im E-Book-Bereich will Thalia mit zwei neuen Readern wieder an frühere Marktanteile anknüpfen. Oberstes Ziel: bis spätestens 2015 wieder Gewinne erwirtschaften.

Thalia-Chef Michael Busch (Foto) zog im Rahmen eines Pressegesprächs eine Zwischenbilanz zu der vor sechs Monaten eingefädelten Restrukturierung. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis liege Thalia über den (internen) Planungen. Weiterhin gelte die im Frühjahr kommunizierte Vorgabe, dass etwa 15 Filialen geschlossen werden sollen – die Informationen von buchreport, dass bis zu 50 Standorte zur Disposition stehen, seien falsch. Zeitplan von Busch: Spätestens bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 soll der Filialist wieder profitabel sein. 

Auf dem Weg dorthin setzt Busch besonders auf Non-Books, deren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr zweistellig gewachsen sei. Perspektivisch peilt Thalia mit Non-Books  einen Umsatzanteil in Höhe von 30% an. 

Die Expansionsschritte und Testballons abseits des klasssichen Bücher-Geschäfts im Einzelnen: 

  • Bis Mitte November sollen in 140 Filialen Spielwaren-Sortimente eingerichtet werden, so Busch. Darunter sind 40 Läden mit großen Spielwarenabteilungen. Testweise sollen ergänzend dazu „Build a Bear“-Flächen eingerichtet werden, auf denen Kunden ihre eigenen Teddybären basteln können.
  • Auch bei DVDs und Musik will der stationäre Marktführer anbauen: Bei Filmen verzeichne Thalia zweistellige Zuwachsraten, man liege unter den Top-10 der stationären DVD-Anbieter in Deutschland.
  • Bis Weihnachten sollen in über 100 Filialen Regale mit Musik-CDs aufgebaut werden. 
  • In Österreich testet Thalia außerdem eine Kooperation mit dem Computeranbieter DiTEch (dessen Kunden ihre Geräte vor Ort konfigurieren können) sowie mit STA Travel, einem Anbieter von hochwertigen Reisen. Die Reisebüros sollen in die Reisebuchabteilungen integriert werden.

Im digitalen Bereich baut Thalia einerseits das Reader-Portfolio aus: 

  • Im Einstiegssegment wird ab Mitte Oktober in den deutschen, Schweizer und österreichischen Filialen der Reader Trekstor 4ink (59,99 Euro) angeboten. 
  • Im oberen Segment soll Mitte November der Bookeen Touch II eingeführt werden (Preis noch nicht bekannt). Damit sei Thalia, so Busch, auf „Reiseflughöhe mit Amazon und Kobo“ unterwegs. Das im Mai 2012 gestartete Vorläufermodell des Bookeen II sei seit September ausverkauft, was den Erfolg des Geräts zeige.  

Andererseits plant der Hagener Filialist, mit Hilfe der Berliner Tochter textunes bis Weihnachten eine cloudfähige E-Book-Lösung auf den Markt zu bringen. 

Zielvorgabe der digitalen Neuerungen: Den durch den Oyo2 auf 15% abgesunkenen Anteil am gesamten E-Book-Markt auf (wieder) über 20% auszubauen.



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