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Buchhandel
Montag, 17. September 2012 (10:41 Uhr)


E-Commerce steigt durch Borders-Pleite und E-Books

Amazon kontrolliert ein Viertel der US-Buchbranche

Der Online-Buchhandel hat in den USA stark von der Pleite des zweitgrößten Filialisten Borders und vom Medienwandel Richtung E-Books profitiert. In welchem Maße hat nun Bowker Market Research in Zusammenarbeit mit dem Branchenmagazin „Publishers Weekly“ in der Studie „U.S. Book Consumer Demographics & Buying Behavior“ ermittelt:

  • Weil die Schließung der Borders-Niederlassungen viele Ortsteile ohne Buchhandlung zurückließ, wandten sich die Käufer den Online-Shops zu. Der Anteil des E-Commerce am Umsatz stieg 2011 von 30% auf 39%.
  • Amazon versammelt mittlerweile über ein Viertel des Umsatzes der gesamten US-Buchbranche.
  • Für den größten stationären Buchhändler Barnes & Noble hatte die Pleite des Wettbewerbers Borders offenbar keine Vorteile: Der Anteil des Filialisten am Gesamtumsatz sank um 3 Prozentpunkte auf 16%.
  • Die Independents konnten um 1 Prozentpunkt zulegen, ihr Anteil am Gesamtumsatz ist jedoch nach wie vor nicht sehr groß (6%).

Günstigere E-Books erobern den Markt

Beschleunigt wurde der Aufstieg der Onliner durch die gestiegene Nachfrage nach digitalem Lesestoff. 14% aller verkauften Bücher waren 2011 E-Books (2010: 4%). Am stärksten war die Entwicklung in der Belletristik: Hier waren laut der Studie 29% aller verkauften Bücher E-Books, ein Plus von 17 Prozentpunkten in nur einem Jahr.

Die Umsatzentwicklung hält aber nicht annähernd mit den Absatzzahlen Schritt, weil die Preise im Schnitt niedriger liegen und die Nachfrage mit 99-Cent-Titeln angekurbelt wird: Der Umsatzanteil am Gesamtmarkt stieg lediglich um 5 Prozentpunkte auf 7%: Romane gingen 2011 für durchschnittlich 5,24 Dollar (–8%) über die elektronische Ladentheke, Sachbücher kosten durchschnittlich nur noch 6,47 Dollar (–28%).

Gut die Hälfte aller mit E-Books erwirtschafteten Dollars klingeln in den Kassen von Amazon, der „Kindle“ war das beliebteste Lesegerät der Amerikaner. Apples „iPad“ konnte aber bereits deutlich Boden gutmachen. Für eine weitere Entwicklung in diese Richtung spricht, dass vor allem die Jüngeren multifunktionale Tablets gegenüber reinen E-Readern bevorzugen.



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