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Buchhandel
Dienstag, 19. Januar 2010 (14:28 Uhr)


Zahl der Azubis im Buchhandel sinkt rasant

Handeln gegen den Trend

„Es ist ein branchenpolitischer Skandal, wenn Großbuchhändler sagen, wir bilden nicht mehr aus“, hatte Heinrich Riethmüller (Osiander, Vorsitzender des Sortimenter-Ausschusses) auf dem buchreport & buch aktuell Forum Literatur & Sachbuch der Frankfurter Buchmesse aus seinem Ärger keinen Hehl gemacht. Der Regionalfilialist legt viel Wert auf Nachwuchsförderung. Derzeit beschäftigt die Buchhandlung nach eigenen Angaben auf einem „neuen Rekordniveau“ 51 Auszubildende. Außerdem erhielten von den 17 Lehrlingen, die im Sommer ihre Ausbildung abschließen werden, bereits acht die Zusage für eine anschließende Übernahme.
Mit dieser Praxis will Osiander ein Positiv-Beispiel gegen „den traurigen Trend in der Buchhandelsbranche, in der sowohl die großen Filialisten wie Hugendubel oder Thalia, als auch kleinere Buchhandlungen immer weniger Ausbildungsverträge abschließen“, heißt es in einer aktuellen Erklärung von Osiander.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat für 2009 bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Bereich des Berufsbildes Buchhändler/in ein Minus von 26,6% gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Wurden 2008 noch 787 neue Auszubildende eingestellt, sank die Zahl im vergangenen Jahr auf nur noch 578. Bereits 2008 waren 3% weniger Verträge abgeschlossen worden.
Die Ausbildungssituation im Buchhandel war im Juni in den Fokus gerückt (buchreport berichtete).

Damals hatte Hugendubel mit der Meldung auf sich aufmerksam gemacht, alle bereits abgeschlossenen Ausbildungsverträge für den Lehrstart im vergangenen Sommer wieder gekündigt zu haben. Die Kette hatte dies damit begründet, dass sie nicht parallel zu einem aktuellen Personalabbau neue Mitarbeiter einstellen könne. Auch die Mayersche hat ihre Ausbildung zwischenzeitlich reduziert.

Monika Kolb-Klausch, Geschäftsführerin des Mediacampus Frankfurt, führte die Zurückhaltung der Branche u.a. auch auf die Ängste vieler Unternehmen vor den möglichen Auswirkungen der Wirtschaftskrise zurück.



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