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Buchhandel
Mittwoch, 11. August 2010 (08:08 Uhr)


Thalia: Stationäres Geschäft in Deutschland schwächelt weiter

Sind die fetten Jahre vorbei?

Besser als der Branchenschnitt, aber schlechter als in den fetten Jahren: Auch nach dem dritten Quartal des Geschäftsjahres hat der größte stationäre Buchhändler in Deutschland Thalia ein durchwachsenes Ergebnis vorgelegt.

Demnach erzielte die Thalia-Gruppe in den ausgewiesenen neun Monaten (1. Oktober 2009 bis 30. Juni 2010) zwar ein Umsatz-Plus von 8,8% auf 672,7 Mio Euro. Doch der Zuwachs schmilzt bei genauem Hinsehen deutlich ab:

  • Auf vergleichbarer Fläche liegt das Plus nur bei 0,5% – enthalten sind auch die Umsätze von buch.de, die seit 1. Dezember 2009 vollkonsolidiert werden.
  • Mit Blick auf das stationäre Geschäft, auf die 288 Thalia-Buchhandlungen, liegt die Umsatzentwicklung schon leicht im Minus: – 0,7%; flächenbereinigt sogar bei minus 1,9%.
  • Nimmt man die österreichischen und Schweizer Standorte aus der Bilanz, sank der Umsatz flächenbereinigt um 2,6%.

Mit diesen Ergebnissen liegt Thalia über dem Branchenschnitt – der buchreport-Umsatztrend hat für das Gesamtjahr 2010 bislang ein Umsatzminus von 5% diagnostiziert –, ist aber weit von den Boom-Jahren 2006 und 2007 (mit Umsatzzuwächsen jenseits der 20%-Marke) entfernt.

Die gesamte Douglas-Gruppe konnte in den neun Monaten des Bilanzzeitraums  den Umsatz um 4% auf 1,67 Mrd Euro steigern (flächenbereinigt: +1,6%).

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