Thalia, Libri und Weltbild bejubeln hohe Umsätze im E-Book-Markt
E-Reader als Weihnachtshit
E-Reader passten offenbar wunderbar unter den Tannenbaum: Im Weihnachtsgeschäft 2010 hat Thalia die bislang höchsten Umsatzzahlen mit dem Verkauf des Oyo-Readers erzielt, meldet das Unternehmen. Schon Anfang Dezember hatten die Hagener gegenüber buchreport.de erklärt, der Oyo rangiere über alle Kategorien unter den Top-5 der meistverkauften Produkte bei Thalia.
Ein ähnliches Bild bei den Wettbewerbern: Weltbild-Geschäftsführer Klaus Driever erklärte auf Nachfrage von buchreport.de, dass die vierte Charge des E-Readers Aluratek Libre vor Weihnachten ausverkauft war. Auch Libri steigerte den Umsatz im E-Book-Markt nach eigenen Angaben erheblich.
Thalia konnte den Umsatz mit E-Books nach eigenen Angaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 200% steigern. Offenbar wurden weniger die typischen Internetkäufer als vielmehr die Buchhandels-Besucher vom Oyo überzeugt: Die meisten der Geräte wurde in den Buchhandlungen verkauft. „Der große Ansturm auf den Oyo zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, den E-Reader Nummer eins im deutsprachigen Raum zu etablieren“, gibt Thalia-Chef Michael Busch das Ziel vor – bislang hatte Weltbild den Titel für sich reklamiert.
Libri hat seit dem 2. Halbjahr 2010 weitere 11.000 neue Titel in sein E-Book-Programm aufgenommen. Auch die Verkaufszahlen der Reader haben nach eigenen Angaben die Erwartungen erfüllt. Für dieses Jahr rechnet Libri mit weiteren deutlichen Zuwächsen.
„Bei den E-Books hat sich der Umsatz um mehr als das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Besonders gefragt bei weltbild-ebooks.de waren belletristische Titel,“ erklärte Driever gegenüber buchreport.de. In absoluten Summen betrachtet, bewege sich der Umsatz im E-Book-Segment derzeit noch im überschaubaren Bereich, „doch wir sehen eindeutig starke Wachstumstendenzen im Markt für 2011“.








