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Bücher & Autoren
Montag, 12. November 2012 (08:04 Uhr)


Schweizer Buchpreis für Peter von Matt; Kritik an Auszeichnung

Schweizer Selbstbespiegelung

Der Germanist Peter von Matt (Foto: Kathrin Schulthess) hat den Schweizer Buchpreis erhalten. Ausgezeichnet wird der Essay-Band „Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz" (Hanser Verlag). Die Preisverleihung ist umstritten.

Der 75-Jährige erhält ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Franken. Die Auszeichnung wurde am Sonntag im Theater Basel vor über 300 Gästen verliehen. 

Die Jury würdigte das Werk als „ein Buch, das in herausragender Weise zur Gegenwart der Schweiz spricht. In Analysen von grosser sprachlicher Kraft und gedanklicher Originalität beleuchtet Peter von Matt den Zusammenhang zwischen Literatur und Politik".

Erstmals wurde ein Sachbuch mit dem Preis bedacht. Auf der Shortlist standen neben von Matt die Roman-Autoren Ursula Fricker, Alain Claude Sulzer, Sibylle Berg und Thomas Meyer.

Der Preis wird vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV getragen.

Im Vorfeld der Verleihung wurde Kritik angesichts der Fokussierung auf Schweizer Literatur laut. So schrieb buchreport-Korrespondent Urs Heinz Aerni in der „Tageswoche“:  „In Anbetracht dessen, dass Schweizer Textil­unternehmen in Indien produzieren, Schweizer Lebensmittelketten nach Deutschland expandieren und der Schweizer Buchhandel bis zu 85 Prozent vom deutschen Marktangebot lebt, müsste sich der Schweizer Buchpreis für die allgemein deutsch­sprachige Literatur öffnen, so dass eine Autorin oder ein Autor aus Österreich oder Deutschland das Preisgeld in Basel abholen darf, wie Melinda Nadj Abonji es 2010 in Frankfurt durfte.“



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