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Bücher & Autoren
Freitag, 03. Februar 2012 (07:02 Uhr)


Das Letzte von Emil Echo

Postskriptum: Ausbildung bekämpft Armut

Das Internetangebot bild.de stellt in seiner „Ratgeber“-Rubrik lobenswerterweise die Ausbildung zum Buchhändler bzw. zur Buchhändlerin vor. Auf den ersten Blick erstaunlich ist, dass es das unter der Überschrift „Alles zum Thema Entwicklungshilfe“ tut. Auf den zweiten entpuppt sich diese Einordnung aber als besonders passend. Schließlich lichten Buchhändler ständig den (Novitäten-)Dschungel und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung (geistiger) Armut.

Redensart: Rekurriert

Sind Redensarten wörtlich zu nehmen? Von einem skurrilen Experiment der Singapore Management University berichtet das Wissenschaftsmagazin „Spektrum“: Um den Wahrheitsgehalt der englischen sprichwörtlichen Empfehlung „to think outside the box“ (außerhalb der Kiste denken) zu untersuchen, platzierten die Forscher Probanden innerhalb und außerhalb einer geräumigen Kiste und ließen sie Denksportaufgaben lösen. Das nicht völlig überraschende Ergebnis: Die Resultate der Versuchsteilnehmer wichen kaum voneinander ab. Toll. Da hätten die Wissenschaftler lieber den Wahrheitsgehalt des deutschen Pendants „über den Tellerrand schauen“ untersuchen sollen. Dann wäre für die Probanden wenigstens eine kostenlose Mahlzeit herausgesprungen.

Buch: Beschafft

Eine hübsche Denksportaufgabe gibt uns der amerikanische Romancier Jonathan Franzen auf: Der erzählte jetzt begeistert, US-Präsident Barack Obama habe sich seinerzeit ein Vorabexemplar seines Romans „Freiheit“ besorgt. Dazu Franzen: „Einer der Gründe, warum ich Obama so sehr liebe, ist, dass er ein wirklicher Leser ist. Das ist absolut fantastisch! Einer von uns regiert die USA. Obwohl, als ich hörte, dass er ,Freiheit‘ liest, dachte ich: Warum liest der einen Roman? Hat er nichts Wichtigeres zu tun?“ Wie jetzt: Soll Obama lesen oder nicht? Muss ich mal drüber nachdenken. Am besten beim Essen.

Frosch: Feststehend

Zur Nürnberger Spielwarenmesse schreibt die „Welt“, dass Heldenfiguren à la Spiderman boomen und fragt bang, „ob dieses Bedürfnis nach mehr Heldentum auf einen Mangel in der Realwelt antwortet“. Tröstlich sei aber, dass auch Kermit der Frosch beliebt ist: „Solange Kinder noch gebrochene Helden lieben, besteht kein Grund zur Sorge.“ Hä? Wieso „gebrochener Held“? Wer jahrzehntelang die Launen von Miss Piggy erträgt, den kann nichts und niemand brechen. Gegen den ist Spiderman nur ein Waschlappen. Oder meinetwegen eine Wäschespinne.

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