Innovative Geschäftsmodelle: Katz
Annäherung ans digitale Publizieren
Die Frankfurter Buchmesse und buchreport zeigen in einer Serie interessante Geschäftsmodelle der Buchbranchen weltweit. Nach China, Deutschland, Großbritannien, den USA und Brasilien folgt Argentinien: Katz Editores liefert wissenschaftliche Essays für alle Formate.
Wenn sich Print on Demand (PoD) heute als eine neue Alternative für viele Verlage darstellt, war einer der Pioniere Alejandro Katz. Seit seiner Beschäftigung an der Spitze des Kulturfonds Fondo de Cultura Económica entwickelte Katz die Technologie, kleine Auflagen zu drucken, als daran noch keiner dachte. „Ich habe bei Katz Editores das PoD von Anfang benutzt, erlaubt es doch ein höheres Niveau an Effizienz des Kapitaleinsatzes und größere Verfügbarkeit über die Titel. Wir wollen aber jetzt auch Neuerungen für den Leser einführen, was den Gebrauch des Buches seitens des Lesers und was die Distribution angeht“, so Katz.
Der Verlag, der sich auf Essays für die akademische Welt spezialisiert hat, befindet sich in einer Phase der Umstellung seiner Inhalte auf digitale Formate, die kompatibel sind mit zahlreichen Geräten, ausgehend vom E-Book über das iPhone oder hin zum Notebook. Parallel dazu schließt Katz Editores Verträge mit digitalen Auslieferern, darunter zwei aus Spanien, einer aus Frankreich und ein weiterer aus Argentinien. In diesem Januar hat er vor, seine ersten E-Books auf den Markt zu bringen.
„Wir erforschen die neuen Gattungen des digitalen Formats unter Einbeziehung von Bildern und allen multimedialen Quellen“, bestätigt Katz. Ihm ist bewusst, dass dieser Wandel fundamental ist und nicht den wirtschaftlichen Wert des Publizierens zerstören sollte. Die andere Hoffnung: Dass die traditionellen Buchhandlungen bewahrt werden mögen.
Zur Person: Alejandro Katz
war mehr als 15 Jahre Direktor des argentinischen Kulturfonds Fondo de Cultura Económica en Argentina. Im Jahr 2006 gründete er den Verlag Katz Editores, der auf Human-, Sozial- und Naturwissenschaften
spezialisiert ist.








