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Europa

Indeks Retail (Dänemark)

www.bog-ide.dk www.bogerogpapir.de

Inhaber    Kooperative
Geschäftsführer    H.k Christensen, L. Østergaard
Gründungsjahr    2005
Umsatz    248 Mio ”/+41,7%)
Filialen    167 (Nur Buchhandlungen)
Verkaufsfläche    k.A.
Sortiment    Bücher, Schreibwaren, PBS, Foto
Marktpräsenz    Dänemark

Mit der Übernahme der Schreibwarenkette Legekæden hat Indeks Retail sein ohnehin schon großes PBS-Portfolio noch einmal kräftig ausgebaut. Das Unternehmen, das die drei Filialketten Bog & idé, Boger & papir und BOGhandleren betreibt, ist eine Aktiengesellschaft nach dänischem Recht, die nicht an der Börse notiert ist und deshalb wirtschaftliche Daten nur sparsam herausgibt.   Aktionäre sind vor allem die Inhaber der Mitgliedsbuchhandlungen, aber eine nicht näher spezifizierte Anzahl von Ladengeschäften gehört auch der Holding. Gegründet wurde Indeks Retail 2005 nach der Fusion von Bog & idé und Bog & papir. Das Nonbook-Geschäft spielt eine immer wichtigere Rolle, Bücher steuern mittlerweile weniger als 50% zum Gesamtumsatz bei. 

Thalia (Deutschland)

www.thalia.de

Inhaber    Douglas Holding
Geschäftsführer    Michael Busch, A. Laabs, G. Leichtfried
Gründungsjahr    2001    
Umsatz    984 Mio ” (–3,1%)
Filialen    293   
Verkaufsfläche    242.000 qm
Mitarbeiter    4384
Sortiment    Bücher, Nonbooks
Marktpräsenz    Deutschland, Österreich, Schweiz

Seit Finanzinvestor Advent bei Douglas das Sagen hat, wird immer wieder über eine mögliche Trennung der schwächeren Sparten spekuliert, zu denen auch das Thalia-Buchgeschäft gehört. Unterdessen geht die Sanierung mit dem Flächenrück- und umbau der marktführenden Kette weiter: Dazu gehören in der Schweiz die Fusion mit Orell Füssli und in Deutschland die Stabilisierung der Ergänzungssortimente (Spiele/Spielwaren, Bastelbedarf, Fotokunst). Im E-Book-Geschäft versucht Thalia gemeinsam mit dem Wettbewerber DBH und großem Werbeaufwand mit dem Tolino-Reader Amazons Kindle anzugreifen und die Kundschaft sowohl bei herkömmlichen Online-Bestellungen als auch im Download-Geschäft zu binden. 


DBH (Deutschland)

Inhaber    Familie Hugendubel (50%), Weltbild (50%)
Geschäftsführer    N.+M. Hugendubel, M. Beer, C. Halff
Gründungsjahr    2006
Umsatz    695 Mio ” (–3,5%)
Filialen    ca. 410    
Verkaufsfläche    ca. 130.000 qm
Sortiment    Bücher, Nonbooks   
Marktpräsenz    Deutschland, Österreich, Schweiz

Die DBH betreibt Großbuchhandlungen, die mittlerweile alle unter der Marke Hugendubel firmieren, seit auch bei Weiland in Norddeutschland der Minderheitsgesellschafter Hamkens ausgestiegen ist. Ebenfalls dazu gehören zahlreiche kleine Boulevardbuchhandlungen unter der Marke Weltbild mit deutlich reduziertem Sortiment. Weiterhin werden Standorte aufgegeben und Umstrukturierungen vorgenommen. Multichannel wird großgeschrieben, zusammen mit dem Weltbild-Versand, der auch den Hugendubel-Online-Shop betreibt, kommt die Gruppe auf 1,59 Mrd Euro Umsatz (30.6.2012). Gemeinsam mit dem Wettbewerber Thalia und weiteren Partnern versucht die DBH im E-Book-Geschäft mit dem Tolino-Reader Amazons Kindle anzugreifen. 

Mayersche (Deutschland)

www.mayersche.de

Inhaber    Familie Falter
Geschäftsführer    Hartmut und Ulrich Falter
Gründungsjahr    1817
Umsatz    170 Mio ” (–2,9%)
Filialen    42 
Verkaufsfläche    ca. 72.717 qm
Schwerpunkte    Bücher, Nonbooks
Mitarbeiter ca. 800
Marktpräsenz    Deutschland

Die Mayersche hat seit Jahresbeginn einige Läden geschlossen und ist mit zur Zeit 42 Filialen der größte deutsche Buchfilialist, der sich in Familienbesitz befindet. Eine besondere Herausforderung für die Familie Falter sind angesichts der schwachen Konjunktur des stationären Buchgeschäfts die teils sehr großen Ladenflächen, die zum Teil mit einem umfangreichen Spielwarensortiment des 2012 komplett übernommenen Fachgeschäfts Teddy & Co bestückt werden. Beim E-Commerce hat die Regionalkette im März ihren Online-Shop relauncht. Anfang des Jahres hatte die Mayersche für Schlagzeilen gesorgt, weil sie sich mit einem Teil ihrer Mitarbeiter auf einen Deal geeinigt hat: Kein Stellenabbau 2013 gegen eine verlängerte Wochenarbeitszeit.

 

Schweitzer Fachinformationen (Deutschland)

www.schweitzer-online.de

Inhaber    H.D. und W. Beck
Geschäftsführer    Philipp Neie
Gründungsjahr    1868
Umsatz    182 Mio ” (+9,6%)
Filialen    28 
Verkaufsfläche    5500 qm
Schwerpunkte    Fachbuch
Mitarbeiter 500
Marktpräsenz    Deutschland

Der Verbund rechtlich selbstständiger Fach- und Universitätsbuchhandlungen mit 28 Verkaufsstellen an 24 Standorten in Deutschland gehört den Verlegern des juristischen Fachverlags C.H. Beck. Die Umsätze in den Ladenpräsenzen spielen fachinformationsüblich nur eine sehr kleine Rolle, weshalb der Vergleich mit den Publikumsketten hinkt. Die direkte Betreuung von Unternehmen und Institutionen steht im Vordergrund mit E-Procurement, Intranetkonzepten und der internationalen Beschaffung von Literatur. Schwerpunkte sind RWS, technische und medizinische Fachliteratur. Neben organischem Wachstum hatte zuletzt die Übernahme des Rechnungsgeschäfts der Publikumsbuchkette Thalia Ende 2011 für ein deutliches Umsatzplus gesorgt.

 

Fnac (Frankreich)

www.fnac.com

Inhaber    Aktionäre
Geschäftsführer/CEO    Alexandre Bompard
Gründungsjahr    1954
Umsatz    4061 Mio ” (–2,5%)
Filialen    170    
Verkaufsfläche    ca. 3,4 Mio qm
Sortiment    Bücher, Presse, Musik, DVD, Computer, Foto, Elektrogeräte
Marktpräsenz    Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, Schweiz, Brasilien, Marokko

Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (der jetzt Kerning heißt) hat seine Ankündigung vom Herbst 2012 in die Tat umgesetzt und die Fnac im Juni an die Börse geschickt, wo der Handelsriese bislang aber keine Bäume ausgerissen hat. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass die Fnac-Zahlen deutlich hinter den Erwartungen herhinken. CEO Alexandre Bompard ist deshalb mit Hochdruck dabei, sein Strategiepapier „Fnac 2015“ umzusetzen. Er setzt auf Sparen und Umstrukturierung: So soll das Online-Geschäft, das im Vorjahr 12,1% zum Umsatz beigetragen hat, weiter kräftig angekurbelt, Franchisepartner ins Haus geholt und im stationären Geschäft mit neuen Sortimenten Zusatzumsätze generiert werden.

Waterstone’s (Großbritannien)

www.waterstones.co.ukhttp://www.waterstones.co.uk/

Inhaber    Alexander Mamut
Geschäftsführer/CEO    James Daunt
Gründungsjahr    1982    
Umsatz    486 Mio ” (–14%)/30.4.2012
Filialen    288    
Verkaufsfläche    ca. 150.000 qm
Sortiment    Bücher, Schreibwaren
Mitarbeiter ca. 4300
Marktpräsenz    Großbritannien, Irland

Bei Großbritanniens größtem Buchhändler weht nach dem Verkauf an den russischen Multimilliardär Alexander Mamut im Sommer 2011 ein frischer Wind. Geschäftsführer James Daunt bekennt sich zum klassischen Sortimentsbuchhandel und trotz Zentraleinkauf zu einem lokalen Zuschnitt der Buchhandlungen, die sukzessive modernisiert werden. Auch Neueröffnungen soll es nach einem Dutzend Filialschließungen noch in diesem Jahr wieder geben. Daunt hat keine leichte Aufgabe, denn der Umsatz ist 2011/12 mit einem Minus von 14% spektakulär eingebrochen. Seine Entscheidung, in allen Filialen Amazons Kindle-Sortiment anzubieten, ist umstritten, hat dem Filialisten aber zum Teil deutlich mehr Kundenfrequenz und Umsatz gebracht.

 

WH Smith (Großbritannien)

www.whsmith.co.uk    

Inhaber    Aktionäre
Leitung   Stephen Clark
Gründungsjahr    1792    
Umsatz    1515 Mio ” (–2%)/31.8.2012
Filialen    1237 (1169)             
Verkaufsfläche    ca. 320.000 qm
Sortiment    Bücher, Schreibwaren, Presse    
Mitarbeiter ca. 16.000
Marktpräsenz    GB, Indien, Irland, Australien, Dänemark, Dubai, Pakistan u.a.

Die schnörkellosen Läden von WH Smith sind in Großbritannien ein vertrauter Anblick, egal ob Kleinstadt oder Metropole. Das Konzept funktioniert seit 221 Jahren und wurde vielfach kopiert (u.a. von Eason in Irland und CNA in Südafrika). Der Medienhändler betreibt aktuell 1276 Filialen in verschiedenen Formaten: 621 in Innenstadtlagen und Einkaufscentren (WHS Retail), 655 in Bahnhöfen, Flughäfen, Krankenhäusern, Bürogebäuden und Autobahn-Raststätten (WHS Travel), die wirtschaftlich deutlich besser abschneiden als die High-Street-Läden. Das Buchsortiment ist in den Reiseläden jedoch deutlich knapper gehalten. Auch international zeigt WH Smith Flagge: 90 Travelshops operieren überwiegend als Franchiseläden in 14 Ländern. 

 

Eason’s (Irland)

www.easons.ie

Inhaber    Private Holding
Geschäftsführer    Conor Whelan
Gründungsjahr    1819    
Umsatz    244,9 Mio ” (–3%)/31.1.2013
Filialen    68   
Verkaufsfläche    k.A.
Sortiment    Bücher, Schreibwaren, Presse  
Mitarbeiter ca. 1200  
Marktpräsenz    Irland, GB/Nordirland

Eason ist in Irland ein eingeführter Markenname. Nach einer von Geschäftsführer Conor Whelan 2010 eingestielten schmerzhaften Umstrukturierung arbeitet das Familienunternehmen zielstrebig an einem Neuauftritt. Die Ladenkette wird aufgemöbelt, das digitale Geschäft angekurbelt und eine neue IT-Plattform aufgebaut. 68 Filialen in der Republik Irland und Nordirland verkaufen Bücher, Schreibwaren und Presse, knapp ein Drittel davon werden von Franchisenehmern betrieben, Tendenz steigend. Zu Whelans neuem Ladenkonzept gehören überdurchschnittlich große Kinderbuchabteilungen und kostenlose WLAN-Zonen. Das Konzept funktioniert: Im Geschäftsjahr 2012/13 hat Eason wieder schwarze Zahlen geschrieben.

 

Librerie Feltrinelli (Italien)

www.lafeltrinelli.it

Inhaber    Feltrinelli Holding
Geschäftsführer    Stefano Sardo
Gründungsjahr    1957    
Umsatz    340 Mio ” (+3%)
Filialen    126
Verkaufsfläche    60.000 qm
Sortiment    Bücher, Musik 
Mitarbeiter 1370   
Marktpräsenz    Italien

Die Familie Feltrinelli fühlt sich in Italien gleichermaßen als Verleger und Buchhändler wohl. Zum Buchhandelsbereich Librerie Feltrinelli gehören 126 Läden mit Verkaufsflächen bis zu 3000 qm in acht verschiedenen Formaten, darunter Librerie Feltrinelli, Feltrinelli international, Feltrinelli Village und die Franchisekette Feltrinelli Point mit derzeit 18 Läden sowie einem gut gehenden Online-Shop. Doch auch vor Feltrinelli macht die Finanzkrise in Italien nicht Halt: Weil die Umsätze in der ersten Jahreshälfte deutlich zurückgegangen sind, haben sich Geschäftsleitung und Gewerkschaften auf einen „Solidarpakt“ geeinigt: Es gibt keine Entlassungen, aber dafür werden die Gehälter eingefroren und die Arbeitszeiten der Mitarbeiter verlängert.


Giunti & Messaggerie (Italien)

www.messita.it    

Inhaber    Emmelibri/Messaggerie Italiane
Geschäftsführer/CEO    Alberto Ottieri
Gründungsjahr    2010
Umsatz    651,6 Mio ” (–5,1%)
Filialen    53
Verkaufsfläche k.A.
Sortiment    Bücher, Musik, PBS
Mitarbeiter 642
Marktpräsenz    Italien

Nur knapp drei Jahre hat das Buchhandels-Joint-Venture des im Besitz der Familie Mauri befindlichen Medienhändlers Messaggerie Italiane und seiner Buchhandels-tochter Emmelibri sowie der Verlagsgruppe Giunti Editore gehalten. Seit einigen Monaten gehen die einstigen Partner wieder getrennte , MG Giunti & Messaggerie wurde als 100%-Tochter von Emmelibri eingetragen. Über einen neuen Namen wurde noch nicht entschieden. Außer derzeit 53 Buchhandlungen gehören u.a. auch Italiens führender Online-Shop IBS.it sowie die Großhändler Fastbook und Opportunity zum Verbund. Als Reaktion auf den schwächelnden italienischen Buchmarkt setzt CEO Alberto Ottieri u.a. auf ein Multichannel-Konzept, das die zehn Vollbuchhandlungen von Melbookstores mit IBS.it verbindet. 

 

Mondadori (Italien)

www.mondadori.it

Inhaber    Fininvest
Geschäftsführer    Renato Rodenghi
Gründungsjahr    1954   
Umsatz    261,8 Mio ” (–5,8%)1)
Filialen    535   
Verkaufsfläche    k.A.
Sortiment    Bücher, Musik, Software, PBS   
Mitarbeiter k.A.
Marktpräsenz    Italien

Mondadori ist nicht nur Italiens größte Publikumsverlagsgruppe, sondern auch ein bedeutender Buchhändler. Seit 1954 das erste Ladengeschäft eröffnet wurde, ist das Filialnetz auf 535 Shops angewachsen, so viel wie kein anderes Buchhandelsunternehmen im Land zu verzeichnen hat. Mondadori operiert unter den Markennamen Libreria Mondadori, Gulliver Librerie sowie Edicolè und arbeitet vorwiegend mit Franchise-Partnern zusammen. Nur 21 Buchhandlungen betreibt der Verlagsriese in besten Lagen der Großstädte von Nord- und Mittelitalien selbst, darunter auch neun Mondadori-Multicenter mit bis zu 4500 qm Verkaufsfläche. Seit Herbst kooperiert Mondadori mit dem kanadischen E-Book-Spezialisten Kobo und bringt dessen E-Reader nach Italien.

 

Polare (Niederlande)

www.polare.nl

Inhaber    DSS Holding/ProCures
Geschäftsführer/CEO    Paul Dumas, Maurits Regenboog
Gründungsjahr    1992    
Umsatz    85 Mio (inkl. De Slegte)
Filialen    29 (davon 8 in Belgien)  
Verkaufsfläche    29000
Sortiment    Bücher, Nonbooks
Mitarbeiter 500
Marktpräsenz    Niederlande, Belgien

Seit Ende Juni treten die ehemaligen Selexyz-Buchhandlungen in den Niederlanden gemeinsam mit der Secondhand-Buchkette De Slegte unter dem neuen Markennamen Polare an. Von der Finanzfirma ProCures, die Selexyz im April 2012 vor der Pleite bewahrt hat, wurden die 16 Vollbuchhandlungen unter das Dach der neuen Holding DSS verschoben, an der ProCures 60% und die Familie De Slegte den Rest hält. Nach einem drastischen Sparkurs soll Polare schon in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Umbau der Filialen zu Lifestyle-Flächen, die eng mit dem neuen Online-Shop Polare.nl verknüpft sind und neben neuen sowie gebrauchten Büchern auch ein breites Nonbook-Sortiment führen, läuft auf Hochtouren. 

 

Ark Bokhandel (Norwegen)

www.ark.no

Inhaber    Gyldendal
Geschäftsführer    John Tørres Thuv
Gründungsjahr    2001    
Umsatz    132 Mio ” (+14,8%)
Filialen    107    
Verkaufsfläche    28.500 qm
Sortiment    Bücher, PBS
Mitarbeiter 950
Internationale Präsenz Norwegen

Unbeindruckt von den Turbulenzen, die seine Konkurrenten Notabene und Norli Libris heimsuchen, zieht Ark Bokhandel in Norwegen sein Ding durch und wächst mit einer Mischung aus organischem Wachstum und Eröffnung neuer Filialen stetig weiter. Mit einem Umsatz von zuletzt 132 Mio Euro, 107 Filialen und 950 Mitarbeitern kommt Ark nach eigenen Angaben auf einen Marktanteil von ca. 30%. Im Januar 2012 wurden im Flughafen Oslo erstmals drei Reisebuchhandlungen eröffnet, weitere sind in der Pipeline. Seit 2002 verleiht die Kette, zu der auch der Schulbuch-Direktverkäufer Ark Direkte gehört, alljährlich den renommierten Ark Barnebokpris für das beste Kinderbuch. Arks Eigentümer ist die Publikumsverlagsgruppe Gyldendal.

 

Norli Libris (Norwegen)

www.norli.no

Inhaber    Aschehoug (51%), NorgesGruppen
Geschäftsführer/CEO    John Thomasgaard
Gründungsjahr    2011
Umsatz    247,8 Mio 
Filialen    156    
Verkaufsfläche    k.A.
Sortiment    Bücher, PBS, Software    
Mitarbeiter 976
Marktpräsenz    Norwegen

Mit dem innerhalb der Buchbranche nach wie vor hoch umstrittenen Schulterschluss von Norli und Libris wurden 2011 in Norwegen die Karten neu gemischt. Unter dem Dach der Holding Norlis Libris AS, an der der Publikumsverlag Aschehoug 51% und der Konzern NorgesGruppen 49% halten, treten die beiden Filialisten weiterhin unter ihrem eigenen Namen an. Die Holding Norli Libris A/S kommt auf einen Marktanteil von ca. 33%. Knapp die Hälfte des Umsatzes von umgerechnet 235,5 Mio Euro steuern Franchiseläden bei. John Thomasgaard wurde im Spätsommer 2012 als neuer Geschäftsführer mit der Maßgabe ins Haus geholt, dem Marktführer, insbesondere den angestaubten Norli-Buchhandlungen, einen Neuauftritt zu verpassen.

 

Suomalainen Kirjakauppa (Finnland)

www.suomalainen.com

Inhaber    Otava Group
Geschäftsführer/CEO    Timo Kopra
Gründungsjahr    1912    
Umsatz    106,5 Mio ” (+0,8%)
Filialen    60
Verkaufsfläche    k.A.
Sortiment    Bücher, PBS, Presse
Mitarbeiter k.A.
Marktpräsenz    Finnland

Weil er nicht mehr ins Konzept des Bildungskonzerns Sanoma Learning gehörte, wurde Finnlands größter Sortimentsbuchhändler Suomalainen Kirjakauppa samt 1999 gegründetem Online-Shop Suomalainen.com  im Herbst 2011 verkauft. Der Zuschlag ging für 27,5 Mio Euro an den Medienkonzern Otava Group. Suomalainen betreibt 60 Filialen an 44 Standorten, darunter auch zwei Universitätsbuchhandlungen. Bücher (4,7 Mio Exemplare wurden 2012 verkauft) tragen ca. 70% zum Umsatz bei, der Rest entfällt auf Presse und PBS. Als erste Maßnahme hat der von Otava eingesetzte neue Geschäftsführer Timo Kopra den Online-Shop von Grund auf überarbeitet, inzwischen wird auch sukzessive ein neues Ladenkonzept eingeführt.

 

Akademibokhandeln (Schweden)

www.akademibokhandeln.se

www.bokus.se

Inhaber    KF Media (65%) u.a.
Leitung  Maria Hamrefors
Gründungsjahr    1992    
Gesamtumsatz    215 Mio Euro (Addierter Umsatz von Akademi und Bokia)
Filialen    134
Verkaufsfläche    k.A.
Sortiment    Bücher, PBS, DVDs
Mitarbeiter k.A.
Marktpräsenz    Schweden

Angekündigt hatte die Konsumgenossenschaft Kooperative Förbundet (KF) die Fusion der eigenen Buchkette Akademibokhandeln mit dem Konkurrenten Bokia Anfang des Jahres als einen Schulterschluss gleichberechtigter Partner, doch weil Akademi „die stärkere Marke“ ist, werden die 69 Bokia-Filialen jetzt sukzessive umgetauft. Über ihre Tochter KF Media hält die Genossenschaft 65% des Unternehmens, Bokias Chairman Peter Killberg und die Stiftung Natur & Kultur teilen sich 35%. Der neue Großbuchhändler kontrolliert knapp 70% des Marktes, doch über seiner Zukunft hängen seit Juni viele Fragezeichen. Aus heiterem Himmel hat KF angekündigt, dass man aus dem Buchgeschäft, wozu auch der Buchverlag Norstedts gehört, aussteigen will. 

 

Empik (Polen)

www.empik.com

Inhaber    Grupa EMF
Geschäftsführer    Olaf Szymanowski
Gründungsjahr    1948    
Gesamtumsatz    309,6 Mio ” (+8%)
Filialen    188
Sortiment    Bücher, Presse, Musik, DVDs
Marktpräsenz    Polen

Der polnische Buchhändler Empik hat sich in den vergangenen Jahren unter dem Dach des Einzelhandelskonzerns Grupa EMF erfolgreich als Medienhändler neu aufgestellt und fährt einen anhaltenden Expansionskurs. Das Filialnetz ist dicht und wird immer dichter: Zum Unternehmen gehören mittlerweile 188 „Salons“, die nicht nur Bücher, sondern auch CDs, DVDs, Computerspiele und Presse verkaufen. 30 Mio Kunden zählt Empik im Jahr. CEO Marek Minkiewicz, der sich im Herbst nach nur zwei Jahren wieder verabschiedet hat, hinterlässt als Erbe ein kräftig ausgebautes Nonbook-Sortiment und einen erfolgreichen Online-Shop. Sein Nachfolger Olaf Szymanowski will den eingeschlagenen Kurs weiter vorantreiben.



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