Bestseller in Europa: bunt, vielfältig, europäisch
Wirft man nur einen kurzen Blick auf Bestsellerlisten und über Büchertische mit sogenannter Stapelware, möchte man meinen, die süßen Kinder von Graf Dracula hätten, unter amerikanischer Anleitung, allerorten gesiegt. Die Überschwemmung des europäischen Lesekontinents mit den dicken „Bis(s)“-Bänden von Stephenie Meyer besetzt in zahlreichen Bestsellerlisten gleich vier der zehn höchsten Ränge, und dies über Monate hinweg. Doch der erste, flüchtige Blick trügt.
Die Lesevorlieben quer durch Europa sind wesentlich vielfältiger, von Land zu Land unterschiedlicher und viel weniger von angelsächsischer Globalware geprägt als man erwarten würde. Eine eingehende Analyse der Top-10-Listen in den sieben wichtigen europäischen Buchmärkten – in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Schweden, Spanien und Großbritannien – über zwölf Monate, von April 2008 bis März 2009, ergibt ein Bild voller Überraschungen.


