Streit ums Agency-Modell
Der ursprüngliche bilaterale Kampf zwischen Amazon und Macmillan hat sich zu einem internationalen juristischen Gerangel entwickelt, von dem die künftigen Machtverhältnisse auf dem E-Bookmarkt abhängen. In den USA und Europa steht das Agency-Modell, mit dem Verlage die Preise für ihre digitalen Bücher binden können, auf der Kippe. buchreport.de zeichnet den Streit in einem Dossier nach.
Millionenschwere Preisdebatte
Bei der juristischen Offensive gegen Apple und mehrere US-Großverlage wegen Preisabsprachen bei E-Books haben sich die Kläger neu positioniert. Amazon und Random House sind aus der Schusslinie gerückt. Die beschuldigten Verlage mit Agency-Modell sollen mächtig zur Kasse gebeten werden. mehr...(4 Kommentare)
Bremst das Agency-Modell den Markt aus?
E-Books werden teurer. In den USA ist das digitale Buch teilweise sogar teurer als sein gedrucktes Pendant. Dies könnte dem Wachstum des E-Book-Marktes schaden, fürchten Analysten. Kartellwächter dürften hellhörig werden.
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E-Book-Kartell vermutet
Das US-Justizministerium hat sich in die Ermittlungen gegen fünf Großverlage und Apple eingeschaltet. Die Antikartell-Abteilung will gemeinsam mit der EU-Kommission untersuchen, ob die Unternehmen rechtswidrig Preisabsprachen im E-Book-Handel getroffen haben. Offenbar steht die Verlagsbranche seit Längerem unter Beobachtung der Kartellwächter. mehr...Kartellwächter alarmiert
Das Agency-Modell, bei dem Verlage die E-Book-Preise diktieren, stößt bei Wettbewerbshütern offenbar sauer auf. Die EU hat ein Kartellrechtsverfahren gegen fünf internationale Verlage und gegen Apple eingeleitet. Auch die Verträge einer deutschen Verlagsgruppe stehen auf dem Prüfstand. Update: Stellungnahme von Holtzbrinck. mehr...Kampf gegen fixe Preise
Mitte August reichte eine Anwaltskanzlei aus Seattle eine Sammelklage gegen Apple und fünf der sechs großen US-Verlage ein. Der Vorwurf: Illegale Preisabsprachen bei E-Books. Inzwischen wurden 16 weitere Klagen eingereicht. mehr...Kartell vor dem Kadi?
Eine Anwaltskanzlei aus Seattle hat eine Sammelklage gegen Apple und fünf der sechs großen US-Verlage eingereicht. Der Vorwurf: Die Verlage hätten über das so genannte Agency-Modell illegal die Preise festgesetzt, um ihre „Gewinne zu steigern und den Rivalen Amazon dazu zu zwingen, seine Discountpreise aufzugeben“. Amazon steckt offenbar nicht hinter der Offensive.
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